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Autozulieferer Prometall will Hälfte der Jobs streichen

Neunkirchen. Das Schicksal des Neunkircher Automobil-Zulieferers J.P.W. Prometall (vormals Decoma) bleibt weiter ungewiss. Nach Angaben von Jörg Casper, erster Bevollmächtigter der IG Metall Neunkirchen, läuft seit dem 1. Mai das Insolvenzverfahren. Der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Jochen Eisenbeis aus Saarbrücken, führe Gespräche mit möglichen Investoren aus dem In- und Ausland

Neunkirchen. Das Schicksal des Neunkircher Automobil-Zulieferers J.P.W. Prometall (vormals Decoma) bleibt weiter ungewiss. Nach Angaben von Jörg Casper, erster Bevollmächtigter der IG Metall Neunkirchen, läuft seit dem 1. Mai das Insolvenzverfahren. Der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Jochen Eisenbeis aus Saarbrücken, führe Gespräche mit möglichen Investoren aus dem In- und Ausland. Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen. Konkrete Namen möglicher Investoren nannte Casper gegenüber unserer Zeitung nicht. Produktion läuft weiterDerzeit habe das Werk noch Aufträge und produziere weiter, so Casper. Der Erhalt des Werkes werde jedoch nicht einfach werden, da es auf einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro jährlich ausgelegt sei. Derzeit kämen aber nur rund 18 Millionen Euro rein. Gleichzeitig werde über einen Interessenausgleich und Sozialplan verhandelt. Insgesamt sind bei J.P.B. Prometall rund 300 Mitarbeiter beschäftigt.Nach Informationen von Casper könnte das Werk voraussichtlich mit der Hälfte der Belegschaft weitergeführt werden. Die andere Hälfte soll voraussichtlich in eine Transfergesellschaft überführt werden. Wie und für welche Dauer diese Transfergesellschaft finanziert wird, stehe noch nicht fest, so Casper. Nach Ansicht des IG-Metallers sollte sich die Landesregierung an einer Finanzierung dieser Transfergesellschaft beteiligen, um den betroffenen Mitarbeitern bessere Chancen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu gewähren. Zu den Kunden von J.P.B. Prometall gehören Autobauer wie BMW, Audi, Opel, Skoda. Für diese fertigt das Unternehmen Zierleisten an. J.P.B. Prometall war unter anderem wegen der Krise in der Automobilindustrie in Schwierigkeiten geraten. ts