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Ausgezeichnet für ein "Theater der Wahrhaftigkeit"

Berlin. Der begehrte "Theaterpreis Berlin" geht in diesem Jahr an den Regisseur Jürgen Gosch (65) und Bühnenbildner Johannes Schütz (59). Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) übergab gestern im Deutschen Theater die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung bei einer Gala

Berlin. Der begehrte "Theaterpreis Berlin" geht in diesem Jahr an den Regisseur Jürgen Gosch (65) und Bühnenbildner Johannes Schütz (59). Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) übergab gestern im Deutschen Theater die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung bei einer Gala. Der an Krebs erkrankte Gosch konnte den Preis nicht selbst entgegennehmen, dies übernahm die Schauspielerin Dörte Lyssewski. Die Jury hob in ihrer Begründung hervor, dass beide Künstler in jahrelanger Zusammenarbeit konsequent für ein "Theater der Wahrhaftigkeit" stehen. Roland Schimmelpfennig, dessen Stück "Idomeneus" von Gosch und Schütz erst in der Vorwoche am Deutschen Theater mit starkem Publikumserfolg vorgestellt wurde, feierte die Preisträger in seiner Laudatio als Garanten für "ein Theater auf der Suche nach der vollkommenen Freiheit, voller Radikalität, Kraft und Sturheit". Während des noch bis zum 18. Mai laufenden Theatertreffens deutschsprachiger Bühnen, das sind Goschs Inszenierung von Anton P. Tschechows "Die Möwe" vom Deutschen Theater und die von Roland Schimmelpfennigs "Hier und Jetzt" vom Schauspielhaus Zürich zu sehen. Christoph Schlingensiefs begeistert aufgenommene Inszenierung "Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir" von der RuhrTriennale 2008 hatte das Festival am Freitag im Haus der Berliner Festspiele eröffnet. Der 48-jährige Berliner Regisseur verarbeitet in dem Stück seine Krebserkrankung. dpa Im Internet:www.theatertreffen-berlin.de