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Aus einer kleinen Farbenfabrik wird ein Weltkonzern

Köln. Großer Bahnhof in Köln: Auf einem Festakt in den Messehallen hat der Bayer-Konzern gestern mit rund tausend Gästen sein 150. Firmenjubiläum gefeiert. dpa

"Bayer muss sich voll auf Innovation fokussieren, um erfolgreich zu sein", beschrieb Konzernchef Marijn Dekkers im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) die Herausforderungen der Zukunft. Am 1. August 1863 wurde Bayer als kleiner Farbstoffhersteller in Wuppertal-Barmen gegründet.

Heute gehört das Unternehmen mit 110 000 Beschäftigten weltweit und einem Umsatz von fast 40 Milliarden Euro zu den größten deutschen Industriekonzernen. In den vergangenen Jahren hat Bayer seine Geschäfte auf die drei Sparten Gesundheit, Pflanzenschutz/Agrar und hochwertige Kunststoffe konzentriert. Im Leitindex Dax ist der Konzern derzeit eines der wertvollsten Unternehmen an der Börse.

Das bekannteste Bayer-Produkt und nach wie vor ein Kassenschlager ist Aspirin. Das Schmerzmittel stand im vergangenen Jahr für 494 Millionen Euro Umsatz. Mit dem zur Herzinfarkt-Prävention weiterentwickelten Aspirin Cardio/Protect erzielte der Leverkusener Konzern 2012 außerdem 476 Millionen Euro Umsatz.

Vor 150 Jahren hatten der Kaufmann Friedrich Bayer und Färber Johann Friedrich Weskott noch anderes im Sinn. Farben - das war der Lockruf des Geldes. Der Deutsch-Französische Krieg stand noch bevor, als beide die Fried. Bayer & Co gründeten. Kurz zuvor war in der Nähe von Frankfurt eine Teerfarbenfabrik entstanden, aus der sich ein anderer Chemiegigant entwickelte, Hoechst. Zwei Jahr später folgte BASF. Die deutsche Chemieindustrie war geboren.