Arbeitskammer fordert mehr Gesundheitsschutz

Arbeitskammer fordert mehr Gesundheitsschutz

Kirkel. Arbeitskammer (AK) und IG Metall im Saarland haben die künftige Landesregierung aufgefordert, für mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben zu sorgen

Kirkel. Arbeitskammer (AK) und IG Metall im Saarland haben die künftige Landesregierung aufgefordert, für mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben zu sorgen. Diese beiden vernachlässigten Bereiche müssten unter das Dach eines gemeinsamen Arbeits- und Sozialministeriums gestellt werden, verlangten der Neunkircher IG Metall-Bevollmächtigte Jörg Caspar und AK-Referatsleiter Christoph Ecker gestern auf der Tagung "Gesundes Arbeiten - unser Ziel" in Kirkel. Kammer und Gewerkschaft forderten ferner, künftig jedes Jahr einen Landesbericht zum Gesundheitsschutz in den Betrieben vorzulegen und das Kontrollpersonal bei der Gewerbeaufsicht zu verstärken. Nach internationalen und von Deutschland unterzeichneten Abkommen müssten im Saarland wenigstens 35 Kontrolleure für die Gesundheits- und Arbeitsschutzaufsicht in den 25 000 Betrieben des Landes bereitstehen. Tatsächlich stünden nur "eine Handvoll" Aufsichtskräfte des Landesamts für Umwelt- und Arbeitsschutz zur Verfügung. "Im Saarland ist die Situation kritischer als in anderen Bundesländern", bemängelten Caspar und Ecker: "Da muss die Politik handeln." Erhalten und ausgebaut werden müsse auch der Lehrstuhl für Arbeitsmedizin an der Saar-Uni von Professor Axel Buchter, der 2010 in Pension gehe. Berufs- und Unfallerkrankungen seien im Saarland überdurchschnittlich hoch, obwohl die Zahl der schweren und tödlichen Unfälle in den Betrieben zurückgehe. Weiter auf dem Vormarsch bei den Beschäftigten seien psychische Erkrankungen sowie Muskel- und Skeletterkrankungen. ulo

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