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Als die Bomben über den Staudämmen fielen

Filmszene aus „The Dam Busters“: Ein britischer Bombenflieger wappnet sich für seinen Einsatz im Ruhrgebiet. Foto: Studiocanal
Filmszene aus „The Dam Busters“: Ein britischer Bombenflieger wappnet sich für seinen Einsatz im Ruhrgebiet. Foto: Studiocanal FOTO: Studiocanal
Saarbrücken. Im Mai 1943 zerstören britische Bomber Staudämme im Ruhrgebiet, die als unverwundbar gelten: mit einer neu entwickelten Bombe, die wie ein Kiesel übers Wasser hüpft, an der Talsperre sinkt und dann detoniert. In England ist das zwölf Jahre später verfilmt worden, mittlerweile ist „The Dam Busters – Die Zerstörung der Talsperren“ einer jener Klassiker, die regelmäßig an Feiertagen im britischen Fernsehen laufen. tok

Aus heutiger Sicht überrascht der Spielfilm seine Zuschauer, weil er sich bei Patriotismus und Heroismus zurück hält und eher ein alltägliches Heldentum feiert.

Die erste Hälfte des Films zeigt die Mühen des Bomben-Tüftlers (Michael Redgrave), die britische Regierung überhaupt für seine Pläne zu interessieren. Die zweite Hälfte widmet sich den Testflügen der Piloten um ihren Anführer Guy Gibson (Richard Todd).

Der Angriff auf die Dämme selbst ist perfektes Spannungskino, von dem sich George Lucas zugegebenermaßen zum Todesstern-Finale seines "Krieg der Sterne" inspirieren ließ: Der nächtliche Anflug, die ersten vergeblichen Abwürfe, das Hin- und Herschneiden zwischen den Flugzeugen und der Kommandozentrale am Boden sind mustergültig inszeniert - höchst selten mit Modellen, fast immer mit historischen Lancaster-Bombern. Der Film endet trotz Erfolgs nüchtern, da von 133 Mann Besatzung die Hälfte den Einsatz nicht überlebt - von den zivilen Opfern am Boden ganz zu schweigen.

Erschienen bei Studiocanal. Extra: Sehenswerte Doku über die historischen Hintergründe.