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Acht Millionen Euro mehr für die Unterstützung von Arbeitslosen

Saarbrücken. Die Agentur für Arbeit Saarland hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben acht Millionen Euro mehr für die Unterstützung von Arbeitslosen zur Verfügung als 2008. Mit über 47 Millionen Euro fördert sie die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Das bedeutet ein Plus von rund 20 Prozent

Saarbrücken. Die Agentur für Arbeit Saarland hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben acht Millionen Euro mehr für die Unterstützung von Arbeitslosen zur Verfügung als 2008. Mit über 47 Millionen Euro fördert sie die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Das bedeutet ein Plus von rund 20 Prozent. "Wir nehmen in diesem Jahr richtig viel Geld in die Hand", sagte Hans-Hartwig Felsch, der Vorsitzende der Geschäftsführung. Die Mittel werden aber wohl auch gebraucht. Denn die Arbeitsagentur rechnet mit einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit. Waren voriges Jahr im Saarland durchschnittlich 37 000 Menschen erwerbslos, rechnet die Agentur für dieses Jahr mit der Zahl von 42 000 Arbeitslosen, also einer Zunahme um 13,5 Prozent. Im April hatten 40 800 Frauen und Männer keinen Job. "In der zweiten Jahreshälfte wird die Zahl der Arbeitslosen ansteigen", erwartet Felsch. Deshalb liegen mehr Mittel für Förderprogramme bereit als im Vorjahr. "Das Geld wird nicht knapp", versicherte Felsch. Rund 15 000 Frauen und Männern wolle die Agentur mit den Qualifizierungsmaßnahmen erreichen. Für Weiterbildung, Umschulungen, Trainingskurse, Förderung der Selbstständigkeit sowie Einstellungszuschüsse an Betriebe sind 23,9 Millionen eingeplant. Sie sollen dazu dienen, die berufliche Qualifkation der Bewerber zu verbessern. Dabei sei die Agentur bestrebt, in den Schulungen "genau abzubilden, was die Betriebe brauchen", sagte Felsch. Durch die intensiven Gespräche mit vielen Unternehmen wegen Kurzarbeit habe sich die Agentur über die Bedürfnisse der Firmen ein genaueres Bild machen können.Die Unternehmen interessierten sich stark für das Programm Weiterbildung Geringqualifizierte und Älterer (Wegebau). Nach der Lockerung der Födermaßstäbe habe die Agentur bereits mehr als 400 Förderfälle vorliegen, sagte Felsch. Bei der Jahresplanung war man von 274 Fällen ausgegangen. Die Arbeitsagentur habe erstmals mit den Arbeitsgemeinschaften (Argen), die sich um die Hartz-IV-Empfänger kümmern, ein aufeinander abgestimmtes Arbeitsmarktprogramm erarbeitet, sagte Felsch. Damit solle sichergestellt werden, dass die Agentur wie die Argen nach einheitlichen Leitlinien handelten. Die Argen haben dieses Jahr 63,8 Millionen Euro zur Verfügung, um den Beziehern von Hartz IV Wege in die Arbeitswelt zu ebnen. mzt