"Abfindung war viel zu niedrig"

München. Zwei Jahre nach der Zwangsverstaatlichung der Hypo Real Estate (HRE) will US-Investor Christopher Flowers vor dem Landgericht München eine höhere Abfindung einklagen. Die 1,30 Euro je Aktie, die der Bankenrettungsfonds Soffin zahlte, seien viel zu wenig gewesen, erklärten die Anwälte von 200 Altaktionären zum Prozessauftakt

München. Zwei Jahre nach der Zwangsverstaatlichung der Hypo Real Estate (HRE) will US-Investor Christopher Flowers vor dem Landgericht München eine höhere Abfindung einklagen. Die 1,30 Euro je Aktie, die der Bankenrettungsfonds Soffin zahlte, seien viel zu wenig gewesen, erklärten die Anwälte von 200 Altaktionären zum Prozessauftakt. Sachverständige müssen prüfen, was die Bank im Oktober 2009 wert war. Die Bundesrepublik hat die Pfandbriefbank mit zehn Milliarden Euro und Bürgschaften von über 100 Milliarden Euro gerettet. Bei der ausgegliederten "Bad Bank" der HRE drohen dem Steuerzahler weitere Milliardenverluste. Der Bund hatte für je 1,39 Euro einen Teil der HRE-Aktien gekauft und die verblieben Aktionäre mit einer Barabfindung von 1,30 Euro herausgedrängt - orientiert am Börsenkurs. Nach Richter Helmut Krenek wäre bei der Höhe der Abfindung der Ertragswert der Bank anzusetzen, wenn er den Börsenkurs übersteigen sollte. Bei der Wertermittlung sei die Auslagerung der Schrottpapiere in die "Bad Bank" zu berücksichtigen und Zahlungsverpflichtungen der HRE, die den Wert wieder mindern könnten. dapd

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort