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Die „Passauer Neue Presse“ schreibt zum Aufruf der Warschauer Regierung, antipolnische Äußerungen zu melden:

Was das umstrittene Holocaust-Gesetz betrifft, muss Widerspruch ebenfalls erlaubt sein. Niemand unterstellt Polen auch nur im Entferntesten, eine Mitschuld an den Verbrechen der Nationalsozialisten zu haben. Wo es aber antisemitisch motiviertes Mitläufertum gab, muss das beim Namen genannt werden dürfen, ohne dass man kriminalisiert wird. So wenig Kritik an der israelischen Regierung per se Antisemitismus ist, so wenig ist es antipolnische Verleumdung, wenn Entscheidungen der Warschauer Regierung hinterfragt werden.


Die „Südwest Presse“ aus Ulm meint zum Schul-Massaker in Florida:

Natürlich stimmt es, dass jeder US-Bürger das Recht hat, eine Schusswaffe führen zu können – zur Selbstverteidigung, sollte dies notwendig sein. Dazu benötigt man aber keine halbautomatischen Sturmgewehre, die binnen weniger Sekunden dutzende Menschen töten können. Und was macht Trump: Er hat vergangenes Jahr ganz unbemerkt obendrein ein Gesetz unterschrieben, welches Vorschriften lockert, die verhindern sollten, dass geistig gestörte Menschen eine Waffe kaufen dürfen. Das verschlägt einem die Sprache, selbst wenn man glaubt, dass das bei Trump gar nicht mehr möglich sei.



Die „Aachener Nachrichten“ schreiben zum gleichen Thema:

Vermutlich würde ein Großteil der Amerikaner eher auf sein Wahlrecht verzichten - oder auf ein Körperteil. Niemand weiß das besser als Ex-Präsident Barack Obama. (...) Dabei wollte Obama keineswegs das Recht auf Waffenbesitz abschaffen, sondern die Verkäufe nur ein bisschen regulieren. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird das so bald niemand mehr wagen, erst recht nicht der Präsident.

Die „Westfälischen Nachrichten“ aus Münster meinen zum Machtwechsel in Südafrika:

Südafrika hat mit Jacob Zuma abgeschlossen. Endgültig beendet ist das Kapitel damit nicht: Korruption, Versagen im Kampf gegen
Aids und eine taumelnde Wirtschaft bleiben als schwere Hypothek zurück. (. . .) Hinzu kommt, dass die Regierungspartei ANC tief gespalten ist. In vielen Positionen sitzen noch die Anhänger des zurückgetretenen Präsidenten. Der Neue, Cyril Ramaphosa, wird harte Aufräumarbeit leisten müssen, um die Regenbogen-Nation auf Kurs zu bringen. (...) Wenn nicht Ramaphosa, einst getreuer Weggefährte Nelson Mandelas, wer sonst? Gefragt ist der 65-Jährige nicht nur als Manager, sondern auch als Versöhner.