217 Millionen Euro Strukturhilfe aus Brüssel für die Saar

217 Millionen Euro Strukturhilfe aus Brüssel für die Saar

Das Saarland bekommt für die Jahre 2014 bis 2020 Finanzhilfe aus Brüssel in einem Gesamtwert von 217 Millionen Euro. Das Geld stammt aus einem Strukturfonds, der finanzarme Regionen in ihrer Entwicklung unterstützt.

. Die EU-Kommission in Brüssel hat ihre Kriterien zur finanziellen Unterstützung von Regionen europaweit überprüft und neu festgelegt. Zuvor wurde über einen längeren Zeitraum kritisch beobachtet, wie sich die bisher schon unterstützten Regionen in den vergangenen Jahren wirtschaftlich entwickelt haben. Je besser die Ergebnisse ausgefallen sind, desto weniger finanzielle Unterstützung gibt es künftig.

Für die Jahre 2007 bis 2013 gab es noch insgesamt 284 Millionen Euro zur Weiterentwicklung des Saarlandes. Für den Zeitraum von 2014 bis 2020 wird es nur noch 217 Millionen Euro geben, teilte das saarländische Wirtschaftsministerium mit. Dieser finanzielle Verlust in der Förderung gegenüber früheren Zeiten sei zwar bedauerlich, letztlich aber auch das Zugeständnis aus Brüssel, dass sich das Saarland inzwischen besser entwickelt, sagte gestern der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Thorsten Bischoff, als Reaktion auf die Nachricht aus Brüssel. Von den künftig insgesamt 217 Millionen Euro kommen alleine 143 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Dieser Fonds unterstützt neue technologische Entwicklungen und Innovationen in Unternehmen, die zu mehr Wettbewerbsfähigkeit sowie neuen Arbeitsplätzen beitragen.

Weitere 74 Millionen Euro zur Weiterentwicklung des Saarlandes kommen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Damit sollen Projekte und Aktionen unterstützt werden, die Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bringen. Etwa Maßnahmen zur Bildung, Ausbildung und zu lebenslangem Lernen. Nachdem nun die Finanzmittel aus Brüssel für die kommenden Jahre feststehen, will die Landesregierung schnell auch die Projekte festlegen, die künftig unterstützt werden sollen. Dies habe man ohne die Kenntnis der exakten Förderhöhe aus Brüssel bisher noch nicht leisten können, betonte Bischoff.

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