Sie sind hier: HomeWirtschaftWirtschafts-Nachrichten

Tarifverdienste wachsen langsamer





Wiesbaden (dpa)
Tarifverdienste wachsen langsamer
29. November 2016, 17:00 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Tarifverdienst

Teilnahmerin einer Kundgebung des öffentlichen Dienstes in Freiburg: Tariferhöhungen fallen derzeit niedrig aus. Foto: Patrick Seeger/Archivbild
Die Inflation ist niedrig. Viele Beschäftigte dürften daher unter dem Strich mehr von den Tarifsteigerungen in diesem Jahr haben. Die Erhöhungen fallen allerdings geringer aus als in der Vergangenheit.

Die Einkommen der Tarifbeschäftigten in Deutschland steigen 2016 voraussichtlich so langsam wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Das Statistische Bundesamt rechnet im Schnitt mit einem Zuwachs von 2,0 Prozent einschließlich Sonderzahlungen, wie die Wiesbadener Behörde am Dienstag mitteilte. Das sei der schwächste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe 2011 - trotz einer kräftigen Steigerung im dritten Quartal.

Die Tarifabschlüsse waren 2016 im Schnitt niedriger als in den Vorjahren. Die Inflation liegt aber noch deutlich darunter: Ökonomen rechnen mit einer Teuerungsrate von lediglich 0,5 Prozent im Jahresmittel. Viele Beschäftigte dürften daher auch unter dem Strich mehr im Geldbeutel haben. Das kann den privaten Konsum ankurbeln.

Im dritten Quartal stiegen die Entgelte den Angaben zufolge deutlich um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ohne Sonderzahlungen, zu denen auch das Weihnachtsgeld gehört, lag der Zuwachs bei 1,9 Prozent. Die Verbraucherpreise kletterten im gleichen Zeitraum nur um 0,5 Prozent.

Das Plus von Juli bis September ist auch darauf zurückzuführen, dass die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst des Bundes und der Gemeinden erst im August beziehungsweise im September ausgezahlt wurde. Entsprechend deutlich fielen die Steigerungen etwa in der öffentlichen Wasserversorgung und Entsorgung (5,9 Prozent) oder im Gesundheits- und Sozialwesen (3,9 Prozent) aus. Im verarbeitenden Gewerbe machten sich die Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie sowie in der chemischen Industrie bemerkbar.

Unterdurchschnittliche Tariferhöhungen im Vergleich zum Vorjahr gab es unter anderem in den Bereichen Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden sowie Verkehr und Lagerei mit einem Plus von jeweils 0,8 Prozent.



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER




Bahn
Berlin

Bahn-Gewerkschaft EVG droht mit Warnstreiks

Vor der nächsten Tarif-Verhandlungsrunde bei der Bahn erneuert die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ihre Warnstreik-Drohungen. Die vierte Runde an diesem Donnerstag sei die letzte Gelegenheit für den Bundeskonzern, einen Abschluss am Verhandlungstisch zu erzielen.Mehr
Lufthansa
Frankfurt/Main

Piloten prüfen präzisiertes Angebot der Lufthansa

Bei der Lufthansa wächst die Hoffnung auf eine Schlichtung mit den Piloten. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben seine am Mittwoch unterbreitete Lohn-Offerte gegenüber der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit erläutert.Mehr
Piloten-Streik bei der Lufthansa
Frankfurt/Main

Lufthansa und Piloten sondieren Verhandlungs-Wiedereinstieg

Die Lufthansa fliegt wieder. Nach sechs Tagen Pilotenstreik und fast 4500 Flugausfällen reden die Parteien miteinander. Ob sie tatsächlich in Verhandlungen kommen, steht aber noch auf der Kippe.Mehr


Anzeige



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige