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Verluste vor politischen Entscheidungen in Rom und Wien





Frankfurt/Main (dpa)
Verluste vor politischen Entscheidungen in Rom und Wien
02. Dezember 2016, 18:45 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Dax-Logo

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax). Foto: Fredrik von Erichsen
Am deutschen Aktienmarkt ist es vor einem ereignisreichen Wochenende nur leicht nach unten gegangen. Angesichts robuster US-Arbeitsmarktdaten schloss der Dax nur 0,20 Prozent tiefer bei 10 513,35 Punkten, nachdem er im frühen Handel noch um mehr als 1 Prozent abgesackt war.

Auf Wochensicht bedeutet dies ein Minus von 1,74 Prozent. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen verlor am Freitag 0,55 Prozent auf 20 529,36 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax verabschiedete sich ebenfalls 0,55 Prozent tiefer bei 1686,41 Punkten ins Wochenende.

Am Sonntag stehen mit dem Verfassungsreferendum in Italien und der österreichischen Bundespräsidentenwahl wichtige politische Ereignisse auf der Agenda, die seit Tagen für Zurückhaltung bei den Anlegern sorgen. Es geht die Sorge um, dass Euro-Skeptiker durch beide Abstimmungen Auftrieb erhalten. Wegen der steigenden politischen Risiken in Europa schichteten Anleger derzeit einen Teil ihrer Gelder in die USA um, schrieb Marktstratege Jasper Lawler vom Handelshaus CMC Markets.

Bankwerte litten besonders stark unter der Unsicherheit am Markt. So fielen die Aktien der Commerzbank am Dax-Ende um rund 2 Prozent. Schlusslicht im MDax waren die Anteilsscheine der Deutschen Pfandbriefbank mit einem Minus von knapp 3 Prozent.

Software-Papiere gerieten angesichts eines negativ aufgenommenen Ausblicks des US-Branchenvertreters Workday unter Druck: Während SAP 0,76 Prozent einbüßten, gaben die Aktien der Software AG im TecDax um 0,65 Prozent nach.

Die Aktien des Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor sackten am TecDax-Ende um fast 5 Prozent ab, was ein Börsianer mit einem negativen Bericht zur Nachfrage nach dem neuen iPhone begründete. Dialog erzielt nach Analystenschätzungen rund 80 Prozent seines Umsatz mit dem iPhone-Hersteller Apple.

Die Anteilsscheine des Spezialmaschinenbauers Aixtron hingegen machten einen Großteil ihrer zwischenzeitlichen Verluste wieder wett und gaben am Ende nur um 0,73 Prozent nach. Kreisen zufolge will US-Präsident Barack Obama den geplanten Kauf durch den chinesischen Investor Grand Chip Investment mit einem Veto blockieren.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit 0,52 Prozent im Minus bei 3015,13 Punkten. In Paris und London gingen die Indizes ebenfalls mit Verlusten aus dem Handel. In New York bewegte sich der Dow Jones Industrial kaum vom Fleck.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,09 Prozent am Vortag auf 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 141,78 Punkte. Der richtungweisende Euro-Bund-Future gewann 0,73 Prozent auf 160,95 Punkte. Der Eurokurs legte zu: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0642 (Donnerstag: 1,0627) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9397 (0,9410) Euro.



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