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Deutsche Autohersteller und Ford schließen Allianz für schnellen Netzausbau





Stuttgart
Mehr Ladestationen für Elektroautos
Deutsche Autohersteller und Ford schließen Allianz für schnellen Netzausbau

Von   Agentur, 
30. November 2016, 02:00 Uhr
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Das „Tanken“ an Ladestationen soll schon bald deutlich schneller gehen. Foto: dpa

Foto: dpa
Wer mit einem Elektroauto liebäugelt, muss sich bislang vor allem über das „Tanken“ des Stroms an Ladestationen Gedanken machen, die immer noch dünn gesät sind. Die deutschen Autohersteller wollen das nun ändern.

Ist das nun der Durchbruch? Deutsche Autobauer und der US-Anbieter Ford wollen ein Netz von Stationen aufbauen, mit denen Elektrofahrzeuge binnen weniger Minuten aufgeladen werden können. Von 2017 an sollen 400 davon entstehen, bis 2020 Tausende. „Es ist auf jeden Fall ein großer Schritt in die richtige Richtung“, sagt Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach. Daimler, BMW, der Volkswagen-Konzern mit seinen Töchtern Audi und Porsche sowie der US-Autobauer Ford haben eine Absichtserklärung unterschrieben. Wer noch mitmischen könnte, wer den Strom liefert, wie viel dieser kosten soll und wer die Ladesäulen betreibt – all das ist noch nicht entschieden.

Am Preis und an der Reichweite arbeiten die Hersteller schon: Alle haben in den nächsten Jahren neue E-Modelle geplant, die 500 Kilometer schaffen und beim Preis wettbewerbsfähig mit Dieseln und Benzinern werden sollen. Die Ladesäulen sind bisher ein Problem. Zur Jahresmitte zählte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bundesweit nur 6500 Ladepunkte – aufgestellt von Kommunen und Energieversorgern, aber inzwischen auch von Supermarktketten. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) gibt es aber erst 150 Schnellladepunkte. Dem stehen 14 000 herkömmliche Tankstellen in Deutschland gegenüber, die über eine größere Zahl von Zapfsäulen verfügen.

Die Bundesregierung will 300 Millionen Euro für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellen. Bis 2017 will Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) außerdem 400 Schnelllade-Stationen an Autobahn-Raststätten aufstellen.

Mit dem Plan für Schnelllade-Säulen entlang der Hauptverkehrsadern könnten die Autohersteller das Reichweiten-Problem relativieren. Denn wenn das Aufladen eines E-Autos so einfach und schnell geht wie das Befüllen eines Tanks, verliert die Reichweite an Bedeutung. Die deutschen Autobauer wollen an ihren Ladesäulen 350 Kilowatt Leistung bieten. Damit sollen E-Auto-Batterien in wenigen Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden können. An einer normalen Steckdose dauert das sieben bis acht Stunden.




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