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„Im IT-Land der kurzen Wege“





Hannover
„Im IT-Land der kurzen Wege“
21. März 2017, 02:00 Uhr
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Sandra Niemeyer begrüßt die Besucher am Cebit-Stand des Saarlandes. Foto: Lion/Landesregierung

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Nah bei den Branchen-Riesen steht auf Cebit der Saar-Gemeinschaftsstand. Die Aussteller fühlen sich dort offenbar wohl.

Die Botschaft ist klar und soll möglichst viele Besucher an den Saar-Gemeinschaftsstand in Halle 5 der Computermesse Cebit locken: „Willkommen im IT-Land der kurzen Wege“ kann man schon von Weitem lesen. Erfreulich groß mit 160 Quadratmetern Fläche, zugleich offen gestaltet und von allen Seiten einsehbar präsentiert sich der Stand mit seinen zwölf Ausstellern. Frische Tulpen stehen am Empfang. „Die Halle 5 ist super, denn man befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Großen wie Microsoft, Telekom, SAP und der Software AG in Halle 4. Da kommen viele Besucher auf ihrem Messerundgang auch bei uns vorbei, zumal wir auch Nachbar zur Forschungshalle 6 sind, in der sich unter anderen auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Fraunhofer sowie das Bundesforschungs- und Bundeswirtschaftsministerium präsentieren“, sagt Britta Hilt von Predict Intelligent Solutions aus Saarbrücken (IS Predict). Einer der Großkunden von IS Predict ist die Deutsche Bahn. So führen die Daten-Analysen des zur Scheer Holding gehörenden Unternehmens dazu, dass man alleine für die rund 4000 Lokomotiven von DB Cargo ermitteln kann, wann Teile verschleißen, kaputt gehen oder gar der Totalausfall einer Lok droht. „Drohende Ausfälle können von uns bis zu drei Wochen im Voraus prognostiziert werden. Und präventive Maßnahmen begrenzen die Kosten dann auf weniger als zehn Prozent solcher Kosten, die ein Motorschaden zur Folge hätte.“ Zudem könne man verlässlich auch den Lebenszyklus jeder Lok ermitteln.

Wie für Hilt ist auch für Florian Wiethoff, Chef von Braintower in St. Ingbert, die Cebit wichtig, um Kunden zu treffen. Das Unternehmen arbeitet gerade gemeinsam mit dem Kreiskrankenhaus St. Ingbert an einem Großprojekt, das auf mehrere Jahre angelegt ist. Mit Hilfe einer neuen IT-Architektur soll die Klinik komplett digitalisiert werden. Ziel ist es dabei, alle Abläufe künftig nur noch papierlos zu dokumentieren. Erstmals präsentiert sich die 2015 gegründete KÜS Data Gmbh am Saar-Gemeinschaftsstand mit ihrem neuen Hochleistungs-Rechenzentrum. IT-Experte Hans Baltes und Vertriebsmann Peter Bayer berichten, man wolle damit Kunden der öffentlichen Hand sowie Mittelständler ansprechen. „Wir wollen mit unserem Cebit-Auftritt unseren Bekanntheitsgrad erhöhen“, so Bayer.

Meta-Level-Vorstand Peter Raber setzt mit seinem Unternehmen auf die Verbesserung von Betriebsabläufen in der Produktion. Größere Projekte liefen derzeit in Zusammenarbeit mit ZF, der Dillinger Hütte und Pluscard. Der Saar-Gemeinschaftsstand biete mit den anderen Ausstellern am Stand ideale Voraussetzungen, die Vielfalt des saarländischen IT-Standortes aufzuzeigen.

Prego Services, aus der VSE entstanden, bietet IT-Komplettlösungen etwa für die öffentliche Verwaltung, Stadtwerke und Kliniken an. Aber auch der 1. FC Kaiserslautern lasse sich von Prego Services seine Stadion-Infrastruktur betreuen, berichtet Kundenbetreuer Heinz Pecis. „Wir haben bisher sehr positive Erfahrungen mit der Cebit gesammelt“, sagt er.

Saar-Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke (SPD) appellierte anlässlich seines Cebit-Rundgangs an kleine und mittlere Unternehmen, die Digitalisierung ernst zu nehmen und konsequent im eigenen Betrieb oder Werk umzusetzen. Barke sprach sich zudem dafür aus, dass Saar-Unternehmen früher Kontakt zu Hochschulen aufnehmen, um sich Fachkräfte zu sichern. Es müssten zudem mehr IT-Entwicklungen aus der Forschung an Hochschulen schneller zur Marktreife gebracht werden.

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Innovationspreis für Saarländer Drei Saarländer haben den mit 20 000 Euro dotierten dritten Platz beim Cebit Innovation Award gewonnen: Fabian Bendun, Sven Obser und Philipp von Styp-Rekowsky von der Backes SRT GmbH Saarbrücken. Der Preis wurde gestern vom Bundesforschungsministerium und von der Deutschen Messe AG verliehen. Die drei Informatiker haben innerhalb von zwei Jahren eine Software mit Namen SYOD für Android-Smartphones und -Tablets entwickelt. Diese ermöglicht die gleichzeitig sichere Nutzung von geschäftlichen und privaten Daten auf dem gleichen Gerät. Die Handhabung ermöglicht es so, private Geräte auch im geschäftlichen Alltag zu nutzen. Nach Ansicht von Bendun eignet sich die Anwendung für Betriebe ab einer Größenordnung von 20 Personen. Backes SRT ist ein Unternehmen im Verbund der Scheer Holding.

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