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Verdi kämpft bei Hela für Tarif





Verdi kämpft bei Hela für Tarif
17. November 2011, 00:11 Uhr
Völklingen. "Wir fordern, dass Hela zum Ordnungsrahmen eines Tarifvertrags zurückkehrt." Das sagte Verdi-Landeschef Alfred Staudt gestern anlässlich der Betriebsrätekonferenz der Hela-Fachmärkte in Völklingen. Zumindest einen Anerkennungstarifvertrag will die Gewerkschaft für Hela durchsetzen
Völklingen. "Wir fordern, dass Hela zum Ordnungsrahmen eines Tarifvertrags zurückkehrt." Das sagte Verdi-Landeschef Alfred Staudt gestern anlässlich der Betriebsrätekonferenz der Hela-Fachmärkte in Völklingen. Zumindest einen Anerkennungstarifvertrag will die Gewerkschaft für Hela durchsetzen. "Wir können niemand zwingen, zur Tarifbindung zurückzukehren", sagte Rainer Reichenstetter von der Bundesfachgruppe Einzelhandel bei Verdi. "Wir fordern mindestens, dass die Tarifbedingungen übernommen werden."

Vor knapp einem Jahr ist die Globus-Tochter Hela aus der Tarifbindung ausgestiegen. Während für die früheren Mitarbeiter - also den Hauptteil der Belegschaft - der Tarifvertrag weiter gilt, kann Hela für neue Mitarbeiter auch niedrigere Gehälter vereinbaren. Verdi spricht von Absenkungen zwischen drei- und neuntausend Euro im Jahr gegenüber tariflichen Arbeitsbedingungen. "Das ist eine langsame Aushöhlung des Tarifs und führt zu sozialen Spannungen in den Betrieben", sagte Verdi-Handelsexperte Jürgen Reinke-Oster

Erich Huwer, Geschäftsführer der Globus Fachmärkte, zu denen die Hela Profi-Märkte gehören, verwehrt sich gegen die Vorwürfe. Hela betreibe kein Lohndumping, sondern zahle sogar besser, als der Tarif es vorschreibt. "Wir haben beispielsweise die tariflich vorgesehenen Gehaltserhöhungen schon früher ausgezahlt", sagte er. Außerdem habe das Unternehmen für die Globus-Baumärkte und die Hela-Proficenter einen Mindestlohn von 9,51 Euro vereinbart. Er beklagt die mangelnde Flexibilität beim aktuellen Tarifvertrag.

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