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Keine Kündigungen am Standort von Arcelor-Mittal – Gelände wird umgewandelt



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Schifflingen
Stahlwerk Schifflingen bleibt geschlossen
Keine Kündigungen am Standort von Arcelor-Mittal – Gelände wird umgewandelt

Von  Hélène Maillasson, 
04. Februar 2016, 02:00 Uhr
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2011 wurde das Stahlwerk im luxemburgischen Schifflingen eingemottet. Jetzt wurde sein Schicksal besiegelt. Foto: Arcelor-Mittal Foto: Arcelor-Mittal
Seit rund fünf Jahren steht das Stahlwerk im luxemburgischen Schifflingen still. Jetzt hat der Betreiber Arcelor-Mittal die endgültige Schließung des Standortes mitgeteilt.


 
Der Stahlhersteller Arcelor-Mittal hat die endgültige Schließung des Stahlproduktionsstandortes Schifflingen in Luxemburg bekanntgegeben. Diese Ankündigung kommt wenig überraschend, denn das Werk war bereits seit 2011 auf unbestimmte Zeit geschlossen (wir berichteten). Nun sollen auf dem Gelände Büros und Wohnungen entstehen. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie für die Umwandlung der gesamten Industriebrache, zu der auch staatliche Flächen gehören, wurde bestellt. Damit beauftragt wurde der Konzern Agora, der bereits den Standort Belval umgestaltete.

„Die Bereitstellung der Fläche durch Arcelor-Mittal Luxembourg zeugt vom Engagement unserer Gruppe gegenüber den Gemeinden, in denen wir tätig sind“, so der Präsident des Verwaltungsrates von Arcelor-Mittal Luxemburg, Michael Wurth in einer Mitteilung. Wie hoch die Kosten für die Sanierung des Geländes und die Beseitigung der Altlasten sind, steht noch nicht fest.

Laut der Gewerkschaft LCGB konnten betriebsbedingte Kündigungen für die rund 700 Mitarbeiter vermieden werden. Die sozialverträgliche Lösung mit Frühverrentungen, betriebsinternen Wechseln zu anderen luxemburgischen Standorten und Vermittlungen zu anderen Arbeitgebern wurde in einer Vereinbarung zwischen dem Staat Luxemburg, den Gewerkschaften und Arcelor-Mittal umgesetzt.

Trotz Erleichterung über die Weitervermittlung der Mitarbeiter warnte die LCGB vor einem ähnlichen Schicksal für weitere Standorte: „Da diese Schließung vor allem auf den mangelhaften Investitionsentscheidungen und dem Mangel eines strategischen Konzeptes beruht, verlangen wir von der Luxemburger Direktion von Arcelor-Mittal, dass sie die Lehren zieht, um eine eventuelle Gefährdung anderer landesweiter Produktionsstandorte zu vermeiden.“

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