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Saarländisches Institut punktet trotz schwieriger Marktlage





Saarbrücken
Vereinigte Volksbank erzielt Rekordergebnis
Saarländisches Institut punktet trotz schwieriger Marktlage

20. Februar 2016, 02:00 Uhr
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Mathias Beers
Das Umfeld für Kreditinstitute wird durch den Niedrigzins immer schwieriger. Trotzdem hat es die Vereinigte Volksbank geschafft, ihr Ergebnis erneut zu steigern. 2015 war das beste Jahr in der Geschichte der Bank.


 
Die Vereinigte Volksbank (VVB), mit einer Bilanzsumme von 990 Millionen Euro zweitgrößte Volksbank im Saarland, hat im vergangenen Jahr das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt. Trotz der für Banken schwierigen Lage mit dauerhaftem Niedrigzins hat die VVB, die vor allem in Saarbrücken, dem Raum Sulzbach und in Dillingen aktiv ist, ihr Zinsergebnis um 2,5 Prozent auf 24,5 Millionen Euro und ihren Provisionsüberschuss um ein Prozent auf zehn Millionen steigern können. Angesichts geringeren Personalaufwands und eines nur leicht gestiegenen Sachaufwands erreichte die Bank ein sogenanntes Ergebnis vor Bewertung von 12,2 Millionen Euro – ein Plus von 1,3 Prozent.

„Wir sind mit diesem Ergebnis hochzufrieden“, sagte Vorstandschef Mathias Beers denn auch gestern bei der Bilanzpressekonferenz. Es gebe noch immer eine gute Nachfrage nach Krediten. Das Kundenkreditgeschäft stieg im vergangenen Jahr um 24 Millionen auf 728,5 Millionen Euro. Vor allem das Firmenkundenkreditgeschäft, aber auch die privaten Baukredite seien für diesen Anstieg verantwortlich.

Für das kommende Jahr hängt Vorstandschef Beers die Latte tiefer: Angepeilt sei ein Betriebsergebnis vor Bewertungen von nur noch 8,8 Millionen Euro. Eine Folge der Negativzins-Politik der Europäischen Zentralbank.

Den Überschuss des aktuellen Jahres hat die VVB, die vor allem in Teilen Saarbrückens, Dudweilers, Sulzbachs und Dillingens aktiv ist, großteils genutzt, um das Risiko der Pensionszusagen auszulagern. Für diese müssen zunehmend höhere Rückstellungen gebildet werden, die dann das Ergebnis belasten. Die VVB hat deshalb ihre Pensionsverpflichtungen – 2014 machten diese in den Rückstellungen einen Posten von 10,4 Millionen Euro aus – an die R&V-Versicherungen ausgelagert. Fünf Millionen Euro außerordentliche Belastung schlagen dafür zusätzlich in der Bilanz von 2015 auf. Dafür sind Pensionslasten künftig bei der VVB kein Thema mehr.

Nicht nur bilanziell, auch strategisch hat sich die Bank neu aufgestellt: Die Zahl der Filialen ist von 28 auf 26 zurückgegangen, gleichzeitig wurden diese neu unterteilt in Allfinanz-Center mit Komplett-Programm bis hin zum abgespeckten Service-Center. Außerdem gibt es noch 16 Selbstbedienungs-Center ohne Personal. Als neue Leistung bietet die VVB eine Online-Filiale mit einem komplett internetbasierten, kostenfreien Konto. „Es gibt damit keinen Grund mehr für Kunden, zu einer Direktbank zu gehen“, sagte Beers.

Der Vorstand der Bank wird sich verkleinern. Hans-Joachim Meyer scheidet zum Jahresende aus, sein Kollege Axel Straßer Ende 2017. Ab dann führt Beers die Bank nur noch gemeinsam mit Uli Starck.

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