Sie sind hier: HomeRatgeberKarriere & FinanzenFinanz-Tipps

Handballtrainer sind abhängig beschäftigt





Heilbronn (dpa/tmn)
Handballtrainer sind abhängig beschäftigt
30. November 2016, 05:10 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Hölzerner Hammer auf Richterbank

Ein Sozialgericht entschied, dass ein Handballverein für die Sozialversicherungsbeiträge von Trainern verantwortlich ist. Foto: Uli Deck
Wenn ein Trainer für einen Sportverein auf Honorarbasis arbeitet, liegt nicht immer eine Selbstständigkeit vor. In einem Fall erkannte das Sozialgericht Heilbronn eine abhängige Beschäftigung. Das hatte Folgen für den Verein.

Trainer von Handballvereinen sind in der Regel abhängig beschäftigt. Das bedeutet: Der Verein muss für den Trainer Sozialversicherungsbeiträge bezahlen. Das hat das Sozialgericht Heilbronn (Az.: S 11 R 3919/13) entschieden.

Ein Handballverein wurde verurteilt, für seine Trainer mehr als 20 000 Euro Sozialversicherungsbeiträge nachzuzahlen, erläutert die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Der Fall: Der Handballverein zahlte dem angeblich selbstständigen Trainer der Herrenmannschaft ein monatliches Honorar von 3450 Euro. Wegen unzureichenden sportlichen Erfolgs wurde er im Dezember 2009 entlassen. Mit anwaltlicher Hilfe erhielt er bis zum Vertragsende im Juni 2010 die vereinbarte Vergütung weiter.

Die Trainerin der Damenmannschaft erhielt bis zur einvernehmlichen Trennung eine monatliche Pauschale von 600 Euro plus 150 Euro für das Training der A-Juniorinnen. Die Deutsche Rentenversicherung Bund forderte nach einer Betriebsprüfung vom Handballverein Sozialversicherungsbeiträge von mehr als 20 000 Euro nach. Die beiden Trainer seien abhängig beschäftigt gewesen.

Das Urteil: Die Klage des Handballvereins gegen diese Forderung war erfolglos. Beide Trainer seien abhängig beschäftigt gewesen, so das Gericht. Der Verein müsse die Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen. Die Trainer seien in den Vereinsbetrieb eingegliedert gewesen und hätten kein unternehmerisches Risiko getragen. Denn weder hätten sie eigenes Kapital noch nennenswerte eigene Betriebsmittel eingesetzt. Vielmehr seien die notwendigen Arbeitsmittel gestellt worden. Die Trainingszeiten seien ebenso wie die Einsatzzeiten an Spieltagen vorgegeben gewesen.


Krankenversicherung
Stuttgart/Berlin

Betriebsverkauf erhöht Beiträge für freiwillig Versicherte

Selbstständige sind oft freiwillig in einer Krankenkasse versichert. Der Beitrag bemisst sich nach ihrem Einkommen. Mehr
Rechtsstreit um Selbständigkeit
Darmstadt

Eigenes Auto ist kein Beleg für Selbstständigkeit

Die Frage, ob jemand selbstständig oder sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, hängt nicht davon ab, ob er für die Arbeit sein eigenes Auto nutzt. Mehr
Perücken-Geschäft
Koblenz

Patientin hat jedes Jahr Anspruch auf neue Echthaarperücke

Leidet eine Frau unter totalem Haarausfall, hat sie Anspruch auf eine Echthaarperücke. Die Krankenkasse muss die Kosten hierfür übernehmen, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des ... Mehr



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige