Sie sind hier: HomeRatgeberKarriere & FinanzenFinanz-Tipps

Ökostrom-Umlage steigt auf 6,88 Cent





Berlin (dpa)
Ökostrom-Umlage steigt auf 6,88 Cent
17. Oktober 2016, 09:55 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Stromzähler

Auf einem Stromzähler lässt sich der Stromverbrauch ablesen. Zum Verbrauch kommt dann noch die EEG-Umlage zur Stromrechnung hinzu. Foto: Jan Woitas
Verbraucher müssen für die Energiewende noch etwas darauflegen. Die sogenannte EEG-Umlage steigt erneut. Der Industrieverband BDI warnt, Energiekosten würden zu einem Standortproblem für die Wirtschaft.

Verbraucher müssen zur Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne wohl auch im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben.

Über die Erhöhung des Preises informierten die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennez und TransnetBW. Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, nannte den starken Anstieg der Kosten für erneuerbare Energien ein Alarmsignal.

«Die EEG-Umlage wächst in diesem Jahr fast viereinhalb Mal so stark wie die Wirtschaft. Das jetzige Fördersystem läuft aus dem Ruder.» Er bemängelte, die versprochene Kostenbremse des Bundeswirtschaftsministeriums sei Wunschdenken. «Energiekosten werden für die Industrie zu einem echten Standortproblem.» Der Handelsverband Deutschland (HDE) forderte eine Reduzierung der Kosten für die Energiewende und eine faire Verteilung der Belastungen.

Die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Katherina Reiche, sagte: «Die Kosten für die Umsetzung der Energiewende machen sich nicht mehr nur in der gestiegenen EEG-Umlage bemerkbar, sondern immer stärker durch die Steigerung der Netzentgelte.» Sie mahnte einen intelligenten Netzausbau und einen besseren lokalen Ausgleich von Stromerzeugung und -verbrauch an.

Die EEG-Umlage wird als Differenz zwischen dem Preis, den Stromerzeuger für ihren Strom bekommen, und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom berechnet. Je niedriger der Börsenpreis, den Energiekonzerne zahlen müssen, desto höher die Umlage.

Was der Anstieg der Umlage für Haushalte am Ende konkret bedeutet, ist kaum zu berechnen. Es kommt darauf an, ob die Energiekonzerne fallende Börsenstrompreise an die Kunden weitergeben.

Von 2017 an wird die Förderung von Ökostrom in Deutschland komplett umgestellt. Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten Betreiber größerer Windparks oder Solaranlagen sowie von Biogas-Anlagen künftig für eingespeisten Strom keine feste, gesetzlich festgelegte Vergütung mehr. Stattdessen werden neue Projekte ausgeschrieben. Wer am wenigsten Subventionen pro Kilowattstunde Strom verlangt, erhält dann den Zuschlag.




GEZ
Berlin

Der Rundfunkbeitrag: Wer kann sich befreien lassen?

Der Rundfunkbeitrag schlägt monatlich mit 17,50 Euro zu Buche - doch nicht jeder muss ihn zahlen. Einige Menschen können sich von dem Beitrag für den öffentlich-rechtliche Rundfunk befreien lassen ... Mehr
«Am Arsch vorbei geht auch ein Weg»
München

Ratgeber-Charts: Alexandra Reinwarth auf der Eins

In dieser Woche gelingt Alexandra Reinwarth mit ihrem frechen Titel «Am Arsch vorbei geht auch ein Weg» der Sprung von Platz drei an die Spitze der Top Ten der Ratgeberbücher. Mehr
Unterlagen zur Sozialwahl
Berlin

Sozialwahl: Wahlunterlagen für Sehbehinderte bestellen

An der Sozialwahl können auch Menschen mit Sehbehinderungen oder Leseschwierigkeiten teilnehmen. Darauf macht die Rentenversicherung Bund in Berlin aufmerksam. Mehr



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige