Sie sind hier: HomeRatgeberKarriere & FinanzenBerufsrecht

Wechsel in Teilzeit: Hohe Hürden für einstweilige Verfügung





Lingen (dpa/tmn)
Wechsel in Teilzeit: Hohe Hürden für einstweilige Verfügung
28. November 2016, 04:50 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Business-Mann im Spiegel

Den Wunsch nach Arbeitszeitreduzierung kann der Chef nur aus guten Gründen ablehnen. Trotzdem kommt es bei diesem Thema immer wieder zu Streit. Foto: Oliver Berg
Der Wunsch eines Arbeitnehmers, in Teilzeit zu gehen, kommt beim Arbeitgeber nicht immer gut an. Mitunter kommt es zum Streit, der dann vor Gericht landet.

Theoretisch können Arbeitnehmer einen Wechsel von Voll- in Teilzeit mit einer einstweiligen Verfügung durchsetzen. Die Hürden dafür sind jedoch mitunter hoch:

Denn der Verweis auf die Kinderbetreuung allein ist dafür nicht immer ausreichend. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein hin. Er bezieht sich auf eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Lingen.

In dem verhandelten Fall wollte ein Arbeitnehmer in Teilzeit wechseln, um seine Tochter betreuen zu können. Den Teilzeitwunsch begründete er mit den Öffnungszeiten der Kindertagesstätte. Bisher hatte seine Frau in Teilzeit gearbeitet - sie wollte nun auf eine Vollzeitstelle wechseln.

Seine Klage auf eine einstweilige Verfügung lehnte das Gericht ab (Az.: 1 Ga 1/16). Die Umänderung einer Vollzeit- in eine Teilzeitstelle sei zwar möglich. Der Mann habe aber nicht ausreichend dargelegt, welche anderen in seiner Nähe liegenden Kitas über welche Betreuungszeiten verfügen. Auch hätten sich die Eltern eine bestehende Betreuungsmöglichkeit selbst verbaut, da die Frau ihre Stelle von Teil- in Vollzeit umwandeln wollte. Zwar sei es allein eine Entscheidung des Ehepaars, wie sie die Betreuung ihres Kindes organisieren. Habe dies aber Einfluss auf den Arbeitsvertrag des Mannes, müsse dies berücksichtigt und zunächst eine Regelung mit dem Arbeitgeber gefunden werden.

Zur Landtagswahl - jetzt testen: Welche Partei passt am besten zu Deinen Positionen und Überzeugungen?




Wecker auf einem Nachtschrank
Berlin

Bei ständiger Verspätung droht Kündigung

Wer zu spät zur Arbeit kommt, verstößt damit grundsätzlich gegen seine vertraglich festgelegten Pflichten. Das kann zu einer Abmahnung und im Wiederholungsfall zur Kündigung führen. Mehr
Arbeitsgericht Köln

Bei Rückzahlung von Fortbildungskosten muss Umfang klar sein

Köln (dpa/tmn) - Nimmt ein Mitarbeiter auf Kosten der Firma an einer Fortbildung teil, muss er oft eine Rückzahlungsverpflichtung unterschreiben. Mehr
Lohnsteuerkarte
Nürnberg

Kinderzuschlag bei Abfindung nicht von Steuerklasse abhängig

Sieht ein Sozialplan bei Abfindungen einen Zuschlag für Kinder vor, darf dieser Zuschlag nicht allein an der Eintragung der Kinder auf der Lohnsteuerkarte hängen. Mehr



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige