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In diesen Ländern bekommen Reisende am meisten für den Euro





Saarbrücken
Wer sparen will, fährt nach Osten
In diesen Ländern bekommen Reisende am meisten für den Euro

mki,  07. Januar 2017, 02:00 Uhr
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Abhängig vom Urlaubsziel können Reisende schon mit einem Euro viel anfangen. Foto: Pleul, dpa

Foto: Pleul, dpa
Während eine Schachtel Zigaretten in Irland zehn Euro kostet, können sich Männer für knapp vier Euro in Polen frisieren lassen. In welchem Urlaubsland deutsche Reisende besonders tief in die Tasche greifen müssen und wo sie für wenig Geld viel geboten bekommen, verrät ein Preisvergleich der Hans-Bröckler-Stiftung.

Wieviel ist mein Geld im Ausland wert? In welchem europäischen Land kann ich preiswert Urlaub machen? Das wollte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Bröckler-Stiftung wissen. Das Ergebnis seines Vergleichs fällt nicht allzu überraschend aus: Je weiter es Richtung Osten geht, desto günstiger wird der Urlaub. Das zeichnet sich nicht nur bei einem Vergleich der Lebensmittelpreise ab – auch der Preis für Dienstleistungen ist in der Regel deutlich geringer als in Deutschland. Insbesondere in Mazedonien, Bulgarien, Albanien und Serbien wird der Geldbeutel geschont: Dort ist der in Deutschland verdiente Euro sogar mehr als doppelt so viel wert wie hierzulande.

Billigflüge in nordeuropäische Länder, etwa Stockholm, Helsinki oder Reykjavik, gibt es im Internet zuhauf. Doch gerade im hohen Norden müssen Urlauber auch hohe Kosten für den Lebensunterhalt einkalkulieren. Vor allem auf Zigaretten und Alkohol sollten Sparfüchse lieber verzichten. So kostet eine Halbliterdose Bier in Island rund drei Euro. Das ist vor allem für deutsche Touristen viel: Verglichen mit anderen westeuropäischen Ländern ist der Alkohol in Deutschland ganz besonders billig. Lediglich in Spanien zahlen Urlauber noch weniger.

Ähnlich wie in den teuren skandinavischen Ländern verhielt es sich bis vor Kurzem noch mit dem Vereinigten Königreich. Nach dem Brexit-Referendum am 23. Juni letzten Jahres und dem daraus resultierenden Wertverlust des Pfund ist das Land für deutsche Touristen hingegen günstiger geworden.

Spitzenreiter unter den teuersten Ländern Europas ist nach wie vor die Schweiz – knapp 60 Prozent mehr werden im Nachbarland für vergleichbare Waren und Dienstleistungen verlangt.

Doch auch wer außerhalb Europas verreist, etwa in die USA oder nach Japan, muss sich auf höhere Lebensunterhaltungkosten gefasst machen. Lediglich Benzin stellt eine Ausnahme dar: In den USA kostet es im Landesdurchschnitt günstige 54 Cent pro Liter – und ist damit etwa halb so teuer wie im vergleichsweise armen Osteuropa.


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