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Disco für sieben Passagiere





Schwalbach
Disco für sieben Passagiere
Von  Gundel Jacobi, 
22. April 2017, 02:00 Uhr
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Dank neuer Karosseriestruktur und reichlich Aluminium hat der Discovery deutlich abgespeckt. Fotos: Land Rover
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Der große, berührungsempfindliche Farbbildschirm ist vollständig in den Armaturenträger integriert.
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Mit Untersetzungsgetriebe erweist sich der neue Land Rover Discovery im Gelände als eine Wucht.

In den vergangenen 27 Jahren haben weltweit mehr als 1,2 Millionen Autofahrer einen Land Rover Discovery gekauft. Jetzt startet die fünfte Generation, weniger kantig, schicker und leichter als der Vorgänger.

Angesichts der wachsenden Zahl japanischer Geländewagen sah sich Land Rover in den späten 80er Jahren veranlasst, ein Modell zwischen dem rustikalen Defender und dem luxuriösen Range Rover zu entwickeln. So entstand in der bemerkenswert kurzen Entwicklungszeit von nur drei Jahren die erste Generation des Discovery.

Bereits der erste Wurf wartete mit wesentlichen Merkmalen der nun präsentierten neuen Generation auf: sieben Sitzplätzen, ordentlichen Straßeneigenschaften und genug Robustheit, um auch schwere Geländeeinsätze zu meistern.

Die folgenden Generationen des Discovery, von seiner Fangemeinde Disco genannt, waren erstaunlich gleich gestaltet. Außen wie innen war das Design von Kanten und klaren Linien geprägt. Immer dabei waren eine Stufe im hinteren Dachbereich für mehr Kopffreiheit und eine seitlich angeschlagene oder horizontal geteilte Heckklappe.

Das neue Modell des britischen Herstellers wirkt deutlich moderner. Zwar sind klare Linien weiterhin bestimmend, doch die Bugpartie wurde dem aktuellen Design des kleineren Discovery Sport angepasst. Die Formen sind runder, die Scheinwerfer breit und flach statt quadratisch, und am Heck schwingt die Klappe nun in einem Stück nach oben auf.

Beibehalten wurde die Stufe im Dach, die in der aufpreispflichtigen dritten Reihe (1625 Euro) mehr Kopffreiheit schafft und in Verbindung mit dem großen Glasdach (Aufpreis 1940 Euro) schöne Ausblicke nach oben ermöglicht.

Für den Kofferraum gibt es für 255 Euro Aufpreis eine kleine Platte, die auf dem Kofferraumboden aufliegt. Per Knopfdruck schiebt sie sich über die Ladekante und kann dann als Sitzgelegenheit genutzt werden. Zudem schützt sie beim Einladen schwerer, sperriger Gegenstände den Stoßfänger vor Kratzern. Sie kann auch hochgeklappt werden und verbessert dann als stabile halbhohe Bordwand die Ladesicherheit.

Im mit fünf Sitzen bestückten Discovery passen 1231 Liter ins Gepäckabteil. Bei vorgeklappter Rückbank erhöht sich das Ladevolumen bei dachhoher Beladung auf 2500 Liter. Alle Sitze falten sich so zusammen, dass stets eine ebene Ladefläche entsteht. Wer ab der HSE-Ausstattung 510 Euro extra bezahlt, bekommt dafür die Möglichkeit, sämtliche Sitze elektrisch umzuklappen, auch vom Smartphone aus. Damit den Handys unterwegs nicht der Strom ausgeht, sind im Innenraum bis zu neun USB-Ladebuchsen verteilt.

Fahrer und Beifahrer nehmen auf großzügig geschnittenen und komfortabel gepolsterten Sitzen Platz. Die breite Mittelkonsole schränkt den Knieraum des Fahrers etwas ein, hier wäre eine Polsterung am harten Kunststoff wünschenswert. Der große, berührungsempfindliche Farbbildschirm ist vollständig in den Armaturenträger integriert.

Mit dem Modellwechsel ist der Discovery um 13 Zentimeter auf nun 4,97 Meter gewachsen. Dennoch hat der gut zwei Tonnen wiegende Koloss bis zu 480 Kilogramm abgespeckt. Hauptsächlich ist das der neuen selbsttragenden Karosserie zu verdanken, die den robusten Leiterrahmen vergangener Tage ersetzt.

Im Gelände bleibt der Allrader aber eine Wucht. Vor allem mit dem Offroad-Paket (Aufpreis 1800 Euro) mit Luftfederung und Untersetzungsgetriebe hält den Discovery so schnell nichts auf.

Die Assistenzsysteme für die Fahrt auf befestigten Straßen sind auf der Höhe der Zeit. Gegen 1300 Euro Aufpreis hält der Discovery selbst die Spur und den Abstand zum Vordermann oder bremst automatisch vor Hindernissen. Die elektrische Servolenkung ist für unseren Geschmack etwas zu leichtgängig geraten, der gute Federungskomfort des großen Geländegängers ist hingegen beeindruckend.

Eine Neuerung sind die Vierzylinder-Dieselmotoren mit 2,0 Litern Hubraum. Der Td4 kommt auf 180 PS/132 kW, der Sd4 mit zwei Turboladern auf 240 PS/177 kW. Er überzeugte auf ersten Testfahrten durch leisen Lauf und spontanes Ansprechen beim Druck aufs Gaspedal.

Der bereits aus dem Vorgänger bekannte Sechszylinder Td6 mit 258 PS/190 kW Leistung wirkt in dem schweren Wagen noch einen Hauch souveräner. Der Sechszylinder-Benziner mit 340 PS/150 kW dürfte hierzulande nur eine Nebenrolle spielen. Die Preisliste für den neuen Discovery beginnt bei 50 500 Euro für den Td4 mit Achtstufen-Automatik. Markteinführung ist am 22. April.




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