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Die Hälfte der SUVs ohne Allradantrieb





Stuttgart
Die Hälfte der SUVs ohne Allradantrieb
22. April 2017, 02:00 Uhr
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Deutsche Autokäufer lieben SUVs wie den Nissan Qashqai. Foto: Nissan

Foto: Nissan

(np) Neuwagenkäufer wählen immer häufiger SUVs und Geländewagen ohne Allradantrieb. Im vergangenen Jahr wurden nur noch 53,8 Prozent der Fahrzeuge in diesen Segmenten mit Vierradsystem ausgeliefert. Das hat eine Auswertung der Zeitschrift Auto-Straßenverkehr auf Basis von Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes ergeben. Vor zehn Jahren lag der Anteil allradgetriebener SUVs noch bei 91,2 Prozent.

Vor allem kleinere SUVs sind in der Regel nur noch frontgetrieben. Bei ihnen gibt es Allradantrieb – wenn überhaupt – nur als Option für wenige Motorvarianten. Der Antrieb aller vier Räder ist somit ein Kennzeichen der großen und teuren Modelle geworden. Aber selbst dort ist Allrad nicht mehr unbedingt Standard, beispielsweise bei großen SUVs wie dem BMW X5 und Mercedes GLE, die in der Einstiegsversion nur Hinterradantrieb haben.

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IHS Automotive wird der SUV-Absatz bis 2020 in Deutschland auf 970 000 Exemplare ansteigen. Das wären 230 000 Wagen mehr als 2016 verkauft wurden. Einen wesentlichen Schub beim Absatz erwartet IHS bereits in diesem Jahr. Demnach steigt der Verkauf von SUVs und Geländewagen um 115 000 auf 855 000 Stück. In den beiden folgenden Jahren klettert der Absatz langsamer: um 50 000 beziehungsweise 60 000 Fahrzeuge.

Derzeit ist Nissan in Deutschland die Marke mit dem höchsten SUV-Anteil. Während im ersten Quartal im Gesamtmarkt 23,9 Prozent aller Neuzulassungen zu den SUV- und Geländewagen-Klassen zählten, erreichte Nissan einen SUV-Anteil von 66,2 Prozent.

Besonders hoch lag der SUV-Anteil unter den Neuzulassungen auch bei Volvo mit 59,7 Prozent. Bereits auf Rang drei folgt Porsche. Der SUV-Anteil lag dank der Erfolgsmodelle Cayenne und Macan bei 52,3 Prozent. Damit verkaufte Porsche mehr SUVs als Sportwagen. Bei Mazda beträgt der Anteil an verkauften SUVs 51,3 Prozent.

Unter den großen deutschen Herstellern hatte im ersten Quartal Audi mit 30,1 Prozent den höchsten SUV-Anteil, gefolgt von BMW (27,7 Prozent), Ford (21,6 Prozent) und Mercedes-Benz (20,1 Prozent). Opel hat auch angesichts der geringen Auswahl einen geringen SUV-Anteil von 13,7 Prozent. VW kommt trotz der erfolgreichen SUV-Modelle Tiguan und Touareg auf 13,2 Prozent. Das liegt daran, dass Golf, Polo und Passat die meistverkauften Autos in Deutschland sind.




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