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Bei Mietwagen- und Carsharing-Firmen gibt es für Hochschüler günstige Preise





Berlin
Wie Studenten günstig Auto fahren
Bei Mietwagen- und Carsharing-Firmen gibt es für Hochschüler günstige Preise

dpa-Mitarbeiter Alexander Tietz,  10. August 2015, 00:00 Uhr
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Studenten mit knappem Budget müssen dank Carsharing und Mietwagen nicht auf ein Auto verzichten. Foto: Andreas Schoelzel/Cambio Foto: Andreas Schoelzel/Cambio
Für viele Studenten ist ein Auto kaum erschwinglich. Mit Carsharing zum Uni-Tarif oder mit einem Mietwagen können angehende Akademiker wenigstens zeitweise die Freiheit auf vier Rädern günstig genießen. Wer etwas mehr Geld hat, bekommt ein Billigauto.
Die Brieftasche von Studenten quillt selten über. Das Budget für ein Auto hat nicht jeder. Dabei halten junge Erwachsene viel von Autos: 89 Prozent der Bundesbürger zwischen 18 und 24 Jahren mögen die Freiheit am Steuer, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Allianz-Versicherung aus dem Jahr 2014 zeigt.

Vergleichsweise günstig kommen Studenten beim Carsharing weg. Nach einer Untersuchung von Stiftung Warentest können Autos bereits ab 1,99 Euro pro Stunde gemietet werden. Kfz-Steuer, Versicherungsbeiträge sowie Kosten für Reparaturen entfallen. „Einige Anbieter haben sogar Studenten-Tarife im Programm“, sagt Willi Loose, Geschäftsführer des Bundesverbandes Carsharing (BCS).

Ein Anbieter mit Konditionen für Hochschüler ist Cambio – auch in Saarbrücken. Hier müssen Studenten keine monatliche Grundgebühr zahlen, und der Mietpreis bei vielen Automodellen ist vergünstigt. „Wir wollen die Einstiegshürden für junge Autofahrer so niedrig wie möglich halten“, sagt Bettina Dannheim, Sprecherin von Cambio.

Auch Flinkster, der Carsharing-Dienst der DB und mit etwa 800 festen Stationen sowie 300 000 Kunden größter Anbieter, gewährt Nachlass für Studenten. Allerdings gelten die Rabatte bislang nur in Trier, Oestrich-Winkel und Wiesbaden. „Wir sind gerade dabei, auch mit anderen Universitäten Kooperationen auszuhandeln“, sagt ein Sprecher. Der größte Anbieter im Carsharing-Geschäft ohne feste Stationen ist DriveNow mit 430 000 Kunden. Er bietet an manchen Universitäten ebenfalls Sondertarife an. Wo diese gelten, erfahren Studenten auf der Uni-Homepage.

Manchmal ist allerdings ein Mietwagen die bessere Wahl. „Bei Ausflügen ab drei Tagen sind gemietete Autos in jedem Fall günstiger als Carsharing-Pkw“, sagt Falk Murko, Mietwagen- und Reiseexperte bei der Stiftung Warentest. Beim klassischen Carsharing setzen sich die Preise aus Fahrtzeit und gefahrenen Kilometern zusammen. Je weiter und zeitaufwendiger die Tour ist, desto teurer wird es.

Mietwagenfirmen wie Europcar, Hertz, Sixt und Avis bieten Vergünstigungen für Studenten an. Bei Hertz etwa bekommen Hochschüler einen Rabatt von 20 Prozent auf einen Pkw. „Andere Anbieter sind unter Umständen sogar ohne Studententarif günstiger“, sagt Falk Murko. Daher ist es ratsam, die Preise auf Mietwagenportalen im Netz zu vergleichen. Die Stiftung Warentest empfiehlt nach einer Untersuchung vor allem www.billiger-mietwagen.de, www.mietwagencheck24.de und www.ihrmietwagen.de.

Für manche Studenten ist ein Auto auf Zeit zu wenig. Unabhängigkeit bietet für sie nur ein eigener Pkw, am besten ein günstiger Gebrauchtwagen. Der ADAC warnt jedoch davor, nur auf einen günstigen Preis zu schielen. Ein Kleinwagen mag für 2000 Euro zwar ein Schnäppchen sein. Doch mit 100 000 Kilometern auf dem Tacho sei das Risiko groß, dass der Wagen bei geringen Schäden zum wirtschaftlichen Totalausfall werde, erklärt Thomas Pitschi vom ADAC.

Studenten mit größerem Budget können sich einen Neuwagen leisten. Billigautos starten bereits bei knapp 7000 Euro. Der ADAC beurteilt Portale wie www.autohaus24.de, www.meinauto.de, www.netcar.de und www.carworld-24.de in Bezug auf Rabatte als „sehr gut“.
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