Köln
Weg mit der weißen Pracht
Experten geben Tipps zum Kauf von Schneeschaufeln und dem Einsatz von Streugut wie Salz, Splitt oder Granulat

Von   Agentur, 
02. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Eine Schneeschaufel muss bei der Arbeit gut in der Hand liegen. Das sollten Verbraucher vor dem Kauf im Geschäft ausprobieren. Foto: Hase/dpa

Foto: Hase/dpa
Der erste Schneefall kommt bestimmt. Deshalb müssen Hauseigentümer vorsorgen. Sie brauchen Schneeschieber und Streugut. Davon finden sie im Handel eine große Auswahl. Doch welche Kriterien zählen beim Kauf?

Bei Eis und Schnee sind Hauseigentümer in der Pflicht. Vor ihrer Tür müssen sie räumen oder zumindest streuen. Dafür brauchen sie eine ordentliche Schneeschaufel und geeignetes Streugut. Experten erklären, worauf es beim Werkzeug ankommt. Holz, Aluminium oder Kunststoff sind die gängigsten Materialen, aus denen Schneeschaufeln hergestellt sind.

Kunststoff ist zu weich

Aluminium ist relativ leicht und korrosionsbeständig, verformt sich aber deutlich leichter als etwa Holz. Das ist das schwerste Material, gleichzeitig aber sehr robust. Kunststoff wiederum ist oft zu weich und verbiegt sich, wenn größere Schneemengen auf der Schaufel liegen. Das sei vor allem bei günstigeren Produkten ein Problem, sagt Berthold Tempel vom Tüv Rheinland.

Der vordere Schaufelrand sollte verstärkt sein, rät der Experte, denn die Schaufeln schaben über den Boden und müssen auch mal Vereisungen wegkratzen können. Üblicherweise sind die Verstärkungen aus Stahlblech, manchmal auch aus widerstandsfähigem Polyamid-Kunststoff, wie Tempel erklärt. „Ohne die Verstärkungen gehen Schaufeln schneller kaputt.“

Beim Stiel zählt das Gefühl. Er muss vor allem gut in der Hand liegen. Außerdem gilt: „Der Durchmesser sollte zur Größe der Hand passen“, sagt Tempel. Je größer die Hand, desto dicker sollte der Stiel sein. Beim Material bewähren sich die Holzsorten Esche und Fichte, weil sie fest sind, aber auch eine gewisse Elastizität mitbringen. Der Stiel darf gerade oder gebogen sein, das sei Geschmacksache, sagt der Tüv-Fachmann. Wichtiger ist die Verbindung zwischen Schaufel und Stiel. Diese sollte gepresst oder geschraubt sein. Nieten dagegen sind weniger beständig.

Wenn die Schneeschicht hart ist und sich nicht mehr wegschaufeln lässt, müssen Hauseigentümer streuen. Am effektivsten ist Streusalz, denn es taut vereiste Wege rasch auf. Doch an vielen Orten dürfen Bewohner nicht mit Salzen streuen. Konkret regeln das die kommunalen Satzungen. Deshalb sollte man sich rechtzeitig informieren.

Der Grund für die Verbote: Streusalze gelten als schädlich für Tiere, Pflanzen und Gewässer. Bei Tieren können sie zum Beispiel für entzündete Pfoten sorgen. Aber auch Autos und Häusern können die Salze schaden. Bei Betonbauten greifen sie laut Umweltbundesamt etwa die Eisenbewährung im Inneren an. Am besten verzichtet man generell auf Streusalze, rät Dennis Klein vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Doch was sind die Alternativen zu Streusalz? Das UBA rät zu sogenannten abstumpfenden Streumitteln. Sie sorgen für Griffigkeit, indem sie sich mit Schnee und Eis verzahnen, haben aber keine abtauende Wirkung. Dennis Klein vom BUND rät daher zu Kies, Sand oder Holzspänen. Ist der Schnee weg, können Verbraucher diese leicht aufkehren und später gegebenenfalls wiederverwenden. Holzspäne sind abbaubar und können nach der Nutzung auch auf den heimischen Kompost.

Splitt nur bedingt geeignet

Splitt oder Granulat sind ebenfalls geeignet. Splitt sei allerdings nicht uneingeschränkt empfehlenswert, sagt Klein. „Es kann umweltschädliche Rückstände enthalten.“ Umweltfreundliche salzfreie Streumittel erkennt man laut Umweltbundesamt im Handel am Umweltzeichen „Blauer Engel“.


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