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Das Internet verändert den Markt – Die Preise für Möbel fallen





Berlin
Designerstücke für kleines Geld
Das Internet verändert den Markt – Die Preise für Möbel fallen

dpa-Mitarbeiter Peter Steinhauer,  09. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Der Designer Steffen Kehrle bietet seine Möbelstücke auch direkt über das Internet an. Foto: Sitzfeldt/dpa

Foto: Sitzfeldt/dpa
Onlinemarken und neue Hersteller aus dem Fernen Osten verändern den Markt für hochwertiges Möbeldesign. Ihre Preise liegen deutlich unter denen der traditionellen Marken.

Der Markt für Möbeldesign wandelt sich derzeit grundlegend. Rund zehn Jahre Internethandel haben die traditionellen Vertriebsstrukturen teilweise dramatisch verändert. Marken gelingt es heute, vollkommen unabhängig von den herkömmlichen Handelsstrukturen Designprodukte deutlich kostengünstiger auf dem Markt zu platzieren.

Ein Beispiel ist das Unternehmen Sitzfeldt in Berlin, das sich auf Polstermöbel aus Designer-Händen wie von Sebastian Herkner und Jörg Boner spezialisiert hat. „Ein Dreisitzer kostet bei uns rund 1000 Euro. Kenner der Branche würden sagen, das kann nicht funktionieren“, berichtet Julius Martini, Mitbegründer des Unternehmens. Die Preise für ein solches Sofa seien natürlich immer noch nicht billig im Sinne dessen, was manche Möbelhäuser anbieten, dort lieferten sich die Händler oft eine Rabattschlacht.

Bei den bekannten großen Designmarken aus Italien, der Schweiz oder Deutschland hingegen werde dem Kunden ein von einem namhaften Designer gestaltetes Sofa für ein Vielfaches angeboten.

Julius Martini und seine Partner haben sich bei der Gründung des Unternehmens mit dem Vertrieb in der Möbelindustrie beschäftigt. „Uns kamen die Handelsstrukturen wie aus dem vorigen Jahrhundert vor“, kritisiert er. „Wir haben uns gefragt, warum halten auf dem Weg zum Endkunden so viele Leute die Hand auf?“

Traditionell verlaufe die Wertschöpfungskette im Möbelhandel zunächst von einem Produzenten zu einer Handelsagentur. Diese verkaufe die Möbel weiter an einen Großhändler, der dann erst die Ware ans Möbelhaus veräußere.

Kurze Vertriebswege

Manche junge Unternehmen organisierten den Vertrieb dagegen über das Internet ohne Umwege direkt an den Endkunden. So ließen sich deutlich günstigere Preise anbieten. „Die Kaufkraft für hochwertiges Design ist da“, ist Martini überzeugt.

Seit einigen Jahren haben sich neben den traditionellen Möbelanbietern zahlreiche unabhängige Marken etabliert. Weitere Beispiele aus Berlin sind die Unternehmen L&Z und „Objekte unserer Tage“. Diese Marken werden oft von Designern selbst geführt, die nun ihre Produkte unabhängig vom Handel selbstständig vermarkten.

Der italienische Designer Stefano Giovannoni stuft die Lage der Designbranche als dramatisch ein: „In fünf Jahren werden viele Marken verschwunden sein. Der traditionelle Markt wird abgehängt, denn im Internet kann man seine Produkte 50 Prozent billiger anbieten.“ Die Vertriebsmöglichkeiten im Internet seien aber nicht allein Ursache für den steigenden Druck auf die Preisbildung im Design-Markt. Es gehe auch um Konkurrenzdruck. Vor allem aus Asien. Die dortigen hohen Produktionsvolumen ermöglichten einen weitaus günstigeren Preis.




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