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Der Beruf bietet viele Möglichkeiten zur Spezialisierung, hat aber auch ganz spezielle Herausforderungen





Augsburg/Bonn
Konditoren verbinden Genuss mit Ästhetik
Der Beruf bietet viele Möglichkeiten zur Spezialisierung, hat aber auch ganz spezielle Herausforderungen

dpa-Mitarbeiterin Marie Blöcher,  07. Januar 2017, 02:00 Uhr
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Um eine Torte gleichmäßig und ansprechend zu verzieren, ist viel Fingerspitzengefühl nötig. Foto: Puchner/dpa

Foto: Puchner/dpa
Für viele klingt es verlockend, den ganzen Tag von süßen Leckereien und dem Duft von Schokolade umgeben zu sein. Doch wer eine Ausbildung zum Konditor machen will, darf harte Arbeit nicht scheuen. Neben Kreativität sind Disziplin und Körpereinsatz gefragt.

Für Marc Dierig startet der Tag schon früh: Um sechs Uhr beginnt der Auszubildende seine Arbeit in der Konditorei. Dann entscheidet sich für den 23-Jährigen, ob er den Tag in der warmen oder in der kalten Konditorei verbringt – ob er also für Backwaren aus dem Ofen zuständig ist oder Sahnetorten, Cremes und Desserts verziert.

In der Ausbildung lernen angehende Konditoren, Torten, Schokolade, Marzipan und Desserts in allen möglichen Formen zuzubereiten. Kreativität ist dabei Grundvoraussetzung. „Jedes Produkt, vom einfachen Apfelstrudel bis zur Hochzeitstorte, muss appetitlich aussehen“, erklärt Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbundes.

Neben einem guten Auge fürs Detail sollte man die Bereitschaft mitbringen, hart zu arbeiten, sagt Marc Dierig. Denn in der Backstube muss man mitunter schwer tragen. „Einen 25-Kilo-Sack Mehl anzuheben oder zehn Kilo Teig zu kneten, strengt körperlich an.“ In seinem Arbeitsalltag ist außerdem dauerhafte Konzentration gefragt: „Egal, ob man eine einzelne Torte verziert oder 200 Teilchen Spritzgepäck formt – wenn man gedanklich abschweift, passieren Fehler, und das Produkt ist wertlos.“

Urlaubssperre an Feiertagen

Auch Mathematik spielt in der Ausbildung zum Konditor eine Rolle, erklärt Eva Rothe vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Denn meist werden größere oder variierende Stückzahlen von einem bestimmten Produkt zubereitet. Dann gilt es, alle Zutaten aus dem Rezept zügig auf die gewünschte Menge umzurechnen. Daneben ist Interesse an Chemie nützlich, um nachzuvollziehen, wie zum Beispiel ein Gärungsprozess abläuft. Diese Inhalte werden in der dualen Ausbildung zum Konditor auch in der Berufsschule vermittelt.

Wer eine Lehre in Betracht zieht, sollte die besonderen Arbeitszeiten im Hinterkopf behalten, rät Schenk. Gerade zu Feiertagen haben Konditoren besonders viel zu tun, und in vielen Betrieben herrscht Urlaubssperre. Nach Abschluss der Ausbildung gibt es verschiedene Perspektiven, so Schenk. Als Konditor kann man ganz klassisch in einem Café arbeiten und sich auf eine bestimmte Richtung wie Hochzeitstorten spezialisieren. Außerdem gibt es viele Konditoren, die in der Patisserie, also der Dessert-Abteilung eines Restaurants, eines Hotels oder auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten.

Für Dierig ist jetzt schon klar: Die Ausbildung zum Konditor ist der richtige Weg. „Der Beruf ist ein Handwerk, mit dem man anderen Menschen durch Genuss Lebensfreude schenken und ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann – das macht die Arbeit so besonders.“

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Auf einen Blick Konditoren stellen Torten und Kuchen, Pralinen, Konfekt, Marzipan- und Zuckererzeugnisse, Salz-, Käse- und Dauergebäck sowie Speiseeis her. Die Ausbildung dauert drei Jahre, die Ausbildungsvergütung beträgt nach Angaben des Deutschen Konditorenbundes zwischen 265 Euro und 730 Euro brutto im Monat, je nach Ausbildungsjahr und Region. Weil es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, als ausgebildeter Konditor zu arbeiten, ist eine Aussage über den späteren Verdienst schwierig, sagt Paul Ebsen von der Bundesagentur für Arbeit. Berufseinsteiger beginnen häufig mit einem ungefähren Bruttogehalt von 2400 Euro im Monat. Es kann aber auch deutlich weniger sein. Weitere Infos im Internet unter www.konditoren.de, www.ngg.net, www.uipcg.com sowie www.ang-online.com und www.bgn.de hei


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