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Gipfel für Gemeinschaftsschule





Saarbrücken
Gipfel für Gemeinschaftsschule
Von SZ-Redakteur Patrick Griesser,  24. Februar 2011, 09:55 Uhr
CDU, FDP und Grüne haben gestern gemeinsam mit den Linken einen weiteren Schritt zur Verfassungsänderung gemacht. Beim lange verabredeten Bildungsgipfel wurde die aktuelle Einigung bestätigt.
Saarbrücken. Die Fraktionen im Landtag haben sich gestern mit Ausnahme der SPD für die Gemeinschaftsschule ausgesprochen. Während eines Bildungsgipfels verständigten sich CDU, FDP, Grüne und Linke darauf, die neue Schulform in die Verfassung zu schreiben und neben dem Gymnasium zu etablieren. Erweiterte Real- und Gesamtschulen sollen in der Gemeinschaftsschule aufgehen und aus der Verfassung gestrichen werden.

In der vergangenen Woche hatte die Linke ihr Ja zur Schulreform beschlossen, unmittelbar nachdem Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) auf die Linken zugegangen war. Kessler will der Bekämpfung des Unterrichtsausfalls stärkeres Gewicht geben und bis 2014 die Lehrerfeuerwehr um 90 Lehrerstellen aufstocken. Kessler erläuterte gestern, dass er weiterhin kleinere Klassen an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien anstrebe – mit einem Schnitt von höchstens 26 Schülern je Standort.

CDU-Fraktionschef Klaus Meiser erklärte, dass es keine weiteren Zugeständnisse an die Linken gegeben habe. Die Verfassungsänderung solle womöglich noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Meiser betonte vor dem Hintergrund parteiinterner Kritik, dass er eine breite Basis für das Bildungskonzept in der CDU sehe. Ministerpräsident Peter Müller sagte: „Jetzt ist der Weg frei für eine Verfassungsänderung zur Schulstrukturreform.“ Mit diesem Konzept habe die CDU ihre „schulpolitischen Vorstellungen ohne Abstriche verwirklichen können“.
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