Sie sind hier: HomeSZ-SerienSchulreformArtikel

Kleinere Klassen "keine Priorität"





Kleinere Klassen "keine Priorität"
22. Februar 2011, 00:13 Uhr
Kleinere Klassen war einst ein Schlagwort aller Landtagsparteien. Seit sich ein Kompromiss zwischen Linkspartei und Jamaika-Regierung bei der Schulreform anbahnt, ist davon allerdings kaum noch die Rede.
Saarbrücken. Das ursprüngliche Ziel der regierenden Jamaika-Koalition, mit Einführung der Gemeinschaftsschule auch die durchschnittliche Klassengröße deutlich zu verringern, rückt offenbar zunehmend in den Hintergrund. Nach Angaben der oppositionellen Linkspartei, die im Landtag eine Verfassungsänderung zugunsten der Gemeinschaftsschule mittragen will, "hat die durchschnittliche Klassengröße in der Verhandlung um die Schulreform keine Priorität", wie die Landtagsabgeordnete Barbara Spaniol gestern auf der Landespressekonferenz betonte. "Wir wollen, dass der Unterrichtsausfall deutlich reduziert wird. Dabei ist jetzt nicht entscheidend, ob 28 oder 30 Schüler in einer Klasse sitzen", ergänzte Linkspartei-Fraktionschef Oskar Lafontaine.

Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) hatte in den Verhandlungen über eine Schulreform mit der SPD noch eine durchschnittliche Klassengröße von 26 Schülern pro Standort angeboten. Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit der SPD konzentriert sich die Aufmerksamkeit - den Linken zuliebe - nun vor allem auf die Aufstockung der so genannten Lehrerfeuerwehr, die den Unterrichtsausfall im Saarland reduzieren helfen soll. Von einer durchschnittlichen Klassengröße von 26 Schülern ist nicht mehr die Rede. Auch bei der Linkspartei nicht, die ursprünglich eine "Richtgröße von maximal 25 Schüler" pro Klasse gefordert hatte.

| 1
|
2 |

Landtagswahl 2017




> Alle Ergebnisse der Saar-Wahl     > Alle Berichte zum Wahl-Ergebnis




Landtag bringt Schulreform auf den Weg

Saarbrücken. Der grüne Bildungsminister Klaus Kessler geht zwar an Krücken, doch der gestrige Parlamentstag war für ihn alles andere als ein politischer Beinbruch. Mehr

Gemeinschaftsschule nimmt erste Hürde im Landtag

Saarbrücken. Saar-Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) hat den heutigen 23. März als "historischen Tag in der Schulgeschichte des Saarlandes" bezeichnet. Mehr
Saarbrücken

»Manchmal braucht man Glück«

Saarbrücken. Es ist der Sturz eines Politikers auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner Laufbahn: Eine rutschige Holztreppe bringt Bildungsminister Klaus Kessler (59) an einem Samstag zu Fall. Mehr



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige