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Breite Kritik an Schulreform im Saarland





Breite Kritik an Schulreform im Saarland
18. Februar 2011, 00:06 Uhr
Mit der Zustimmung der Linken rückt das Schulprojekt der Jamaika-Regierung in greifbare Nähe. Lehrer und Eltern melden jedoch massive Zweifel an den zugesagten Verbesserungen durch die neue Gemeinschaftsschule an.
Saarbrücken. Die politischen Weichen für die neue saarländische Gemeinschaftsschule sind gestellt, die Zweifel an den Inhalten jedoch bestehen weiter. Lehrerverbände melden mit Blick auf die zugesagten Maßnahmen gegen Unterrichtsausfall massive Bedenken an. Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) hatte eine Verstärkung der"Lehrer-Feuerwehr" angekündigt, um krankheitsbedingte Ausfälle aufzufangen. Dies war eine Bedingung für die Zustimmung der Linken zur nötigen Verfassungsänderung.

Der Saarländische Philologenverband bleibt allerdings "skeptisch, ob die angekündigten Vorhaben" umgesetzt werden könnten, ohne dass anderswo im System "wieder der Rotstift angesetzt wird". Man wundere sich "über die plötzliche Einsicht" des Ministers, sagte der bildungspolitische Sprecher des Verbands, Marcus Hahn. Kessler habe neue Lehrerstellen kürzlich aus finanziellen Gründen abgelehnt. Der Verband der Realschullehrer hält sogar die Wiederbesetzung frei werdender Stellen für fraglich, da viele Junglehrer wegen der gekürzten Besoldung aus dem Land abgewandert seien.

Die Landeselterninitiative für Bildung erwartet durch die Aufstockung der "Lehrer-Feuerwehr" keine qualitative Verbesserung. In erster Linie müsse das pädagogische Konzept der neuen Schulform "festgeklopft werden". Auch die SPD-Fraktion im Saar-Landtag monierte, die neue Schulform allein verbessere weder die Qualität des Unterrichts noch die individuelle Förderung der Kinder.

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