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Der 30-Minuten-Bildungsgipfel





Der 30-Minuten-Bildungsgipfel
Von SZ-Redakteur Patrick Griesser,  21. Januar 2011, 00:05 Uhr
Über die Schulreform im Saarland befindet nun der jeweilige Landesvorstand von SPD und Linken. Der gestrige Bildungsgipfel endete ohne eine Entscheidung bereits nach einer halben Stunde.
Saarbrücken. Kaum 30 Minuten dauert der Bildungsgipfel im Zimmer von CDU-Fraktionschef Klaus Meiser, dann verlassen nacheinander SPD-Chef Heiko Maas, sein bildungspolitischer Verhandlungsführer Ulrich Commerçon, die Linken-Fraktionsvize Barbara Spaniol den Raum. Die Entscheidung ist vertagt.

Zurück bleiben Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) und sein Parteichef Hubert Ulrich, Meiser und FDP-Fraktionsvorsitzender Christian Schmitt. Meiser eröffnet die Reihe der Stellungnahmen. Ihr Tenor: Alles scheint noch offen.

"Wir haben die letzten Einzelheiten ausgetauscht", sagt Meiser. Bis Ende Februar sollen die Fraktionsspitzen noch einmal zusammen kommen und darüber entscheiden, ob aus den Erweiterten Real- und den Gesamtschulen der neue Typ Gemeinschaftsschule entstehen wird. Möglicherweise wird jedoch bereits früher klar, ob die verfassungsändernde Mehrheit aus zwei Dritteln der Landtagsabgeordneten steht: Die SPD will am kommenden Mittwoch im Landesvorstand über die Schulreform beraten, wie Parteisprecher Thorsten Bischoff bestätigte. Die Linke wird ebenfalls ihre Gremien anhören, so Barbara Spaniol.

Im Mittelpunkt steht dann das gestern vom Bildungsminister unterbreitete Angebot, "standortbezogen an den Schulen eine Klassengröße von 26" (Meiser) festzulegen. Eine Durchschnittsgröße, wie Kessler ergänzt. "In anderen Fragen wie Differenzierung und Zügigkeit haben wir uns heute noch nicht verständigt, aber die Meinungen ausgetauscht", so Meiser.

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