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Bewegung in der Diskussion um die Gemeinschaftsschule





Bewegung in der Diskussion um die Gemeinschaftsschule
Von SZ-Redakteur Johannes Werres,  20. Januar 2011, 12:44 Uhr
Heute tagt der saarländische Bildungsgipfel zur Gemeinschaftsschule. Bei einer öffentlichen Diskussion am Dienstag in Saarlouis konnte das Publikum verfolgen, wie verhandelt wird - oder besser: gepokert.
Saarlouis. Beim Pokern darf man zuschauen, aber in die Karten schauen lassen sich die Spieler nicht, auch nicht beim Polit-Pokern. Und so ließen sich Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) und die Fraktions-Vize von SPD, Ulrich Commerçon und Linke (Barbara Spaniol) bei einer öffentlichen Diskussion am Dienstag in Saarlouis beim Pokern um die geplante Gemeinschaftsschule zu-, aber nicht in die Karten schauen. Gepokert wird um die Zustimmung der Opposition, SPD und Linke, zu einer Änderung der Landesverfassung. Erweiterte Realschule und Gesamtschule sollen in der Verfassung durch den neuen Schultyp Gemeinschaftsschule ersetzt werden: eine Mischung beider Schultypen, die Haupt- und Realschulabschluss sowie das Abitur nach neun Jahren anbietet.

Die Opposition will mitregieren, wenn sie denn der Verfassungsänderung zustimmen soll. Die "Katze im Sack" wollen weder SPD noch Linke "kaufen". Commerçon und Spaniol verlangen "verbindliche Garantien" zu Einzelfragen - nur dann können sie sich ein Ja vorstellen.

Lange war aus der Debatte in Saarlouis herauszuhören, dass die Positionen nicht allzu weit auseinander liegen. Doch dann drehte Commerçon ab: Man habe ja viel Zeit, und überhaupt, das alles gehe doch auch ohne Verfassungsänderung. Er traue den "Konservativen" nicht, die mit im Jamaika-Boot sitzen. Es brauche darum die Garantien, und gegen das Votum der Beteiligten, Lehrer und Eltern, wolle man schon gar nicht stimmen. Und die seien dagegen. Sagte Commerçon.

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