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Teil 6: Surfsticks, Netbooks und Co.





Teil 6: Surfsticks, Netbooks und Co.
Von SZ-Mitarbeiter Florian Possinger,  16. November 2010, 13:50 Uhr
Online mit tragbaren Computern.
Saarbrücken. Überall sieht man sie sitzen: im Café, im Zug, auf der Parkbank oder in der Uni – Menschen, deren Finger über die Tastaturen kleiner Computer fliegen. Ursprünglich richtete sich der Markt für die portablen Computer an Geschäftsreisende, die ihr Büro immer bei sich haben mussten. Das hat sich heute geändert. Nicht zuletzt durch die Möglichkeit mittels USB-Sticks eine Internetverbindung aufzubauen, wurden in vielen Haushalten die großen Desktop-PCs durch Laptops ersetzt.

Dank der Funktechnologie können sich tragbare Computer heute überall ins Internet einwählen. Auch deswegen ist der Markt für immer kleinere Computer, sogenannte Netbooks, explodiert. Die Geräte sind nicht größer als ein Din-A4-Blatt. Sie können viele Stunden ohne Steckdose auskommen und – fürs mobile Surfen das Wichtigste – oft ist die notwendige Technik bereits im Gerät integriert. Nach dem Kauf eines Netbooks muss man lediglich noch einen Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter abschließen, die Zugangsdaten eingeben und schon kann es losgehen.

Die Besitzer eines normalen Laptops benötigen dagegen einen USB-Surfstick, um auch unterwegs online zu sein. Sie sehen aus wie die zu Hause gebräuchlichen WLAN-Adapter, mit denen der Anwender kabellos ins Internet kommt. Natürlich kann der Surfstick auch mit jedem Desktop-PC benutzt werden. Er stellt also durchaus auch eine Alternative zum üblichen Festnetz-Internetzugang dar. Bei ausreichender Netzstärke kann der Nutzer mit einer Surf-Geschwindigkeit rechnen, die mit der eines normalen Festnetzanschlusses vergleichbar ist. In ländlichen Regionen ist die Netzabdeckung allerdings nicht immer gewährleistet. Deswegen sollte man sich vor dem Kauf eines Surfsticks bei den Mobilfunkanbietern informieren.

Tief in die Tasche greifen muss der Technikbegeisterte, wenn er sich einen der neuen sogenannten Tablet-PCs anschaffen möchte, um unterwegs zu surfen. Die quasi nur aus einem berührungsempfindlichen Bildschirm bestehenden, extrem flachen Computer sind spätestens seit Erscheinen des iPad von Apple in aller Munde. Sie stellen eine starke Konkurrenz zu den Netbooks dar. Manche Experten sehen durch das iPad und ähnliche Modelle wie das Streak von Dell oder das Galaxy Tab von Samsung schon das Ende des normalen Computers nahen. Soweit ist es aber noch nicht. Bisher haben viele Hersteller ihre Tablet-PCs nur angekündigt. In der Bedienung unterscheiden sich die neuen Geräte gänzlich von einem Laptop. Sie werden komplett über ihren berührungsempfindlichen Bildschirm, auch Touchscreen genannt, gesteuert.

Im Hinblick auf den Bedienkomfort heißt das: Die Texteingabe wird sich zunächst ein wenig schwieriger gestalten, da es etwas Übung benötigt, bis sich der Nutzer an die eingeblendete Tastatur gewöhnt hat. Dafür wird er sie in Zukunft wohl immer seltener benutzen müssen. Denn genau wie bei den modernen Mobiltelefonen, den Smartphones, wird das Internet größtenteils mit Applikationen angesteuert. Das sind spezielle Programme, die nur den Zweck erfüllen, eine Webseite bequem zu erreichen. Ein einziger Fingerzeig genügt, um die neuesten Kinofilme anzuzeigen, Sportergebnisse einzublenden oder Videos und Lieder zu starten. Außerdem haben die Tablet-PCs den Vorteil, dass sie unmittelbar nach dem Anschalten verwendet werden können. Anders als Netbooks, die meist ein paar Sekunden oder auch Minuten zum Starten benötigen.

Auf der anderen Seite sind Netbooks und Laptops mit allem ausgestattet, was der Nutzer heute erwartet: USB-Steckplätze, eine integrierte Kamera, eine große Festplatte und die Möglichkeit, sie durch externe Speichermedien um ein Vielfaches zu erweitern. Hinzu kommt, dass eine echte Tastatur und eine Maus das Arbeiten mit Texten, Tabellen und Präsentationen erheblich leichter gestalten. Und nicht zuletzt sollten Käufer eines Tablet-PCs beachten, dass die dafür angebotenen Mobilfunkverträge etwas teurer sind als die für Netbooks oder Surfsticks.


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