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Teil 1: Übertragungsstandards





Teil 1: Übertragungsstandards
Von SZ-Redaktionsmitglied Oliver Spettel,  11. November 2010, 11:31 Uhr
Internet für die Hosentasche.
Saarbrücken. In Deutschland besitzt bereits jeder fünfte Handynutzer ein sogenanntes Smartphone. Bei den 14- bis 29-Jährigen hat sogar schon jeder Dritte ein solches Allzweckgerät. Das ergab eine Umfrage des Forsa-Instituts für den Branchenverband Bitkom. Der erwartet übrigens, dass die internetfähigen Smartphones einer der „Renner“ im diesjährigen Weihnachtsgeschäft werden. Bei den Smartphones handelt es sich um Handys, die einen eigenen Prozessor haben, über Programme erweiterbar sind und viele Funktionen eines normalen Computers im Taschenformat inklusive Web-Zugang ermöglichen.

In den Mobilfunknetzen stehen mittlerweile viele unterschiedliche Übertragungsstandards für die Verbindung ins World Wide Web zur Verfügung. Das normale Handy-Netz (GSM) schafft eine Geschwindigkeit von gerade mal 9,6 Kilobit pro Sekunde (KBit/s). Eine Musikdatei mit einer Größe von fünf Megabyte (MB) herunterzuladen dauert mit dieser Verbindung etwa 78 Minuten. Diese Geschwindigkeit erlaubt kein flüssiges Surfen.

Die erste Weiterentwicklung innerhalb des GSM-Netzes war das sogenannte GPRS. Hierbei werden Datenkanäle gebündelt und es kann eine Downloadgeschwindigkeit von 54 kBit/s erreicht werden. Die Musikdatei wäre dann bereits nach knapp 13 Minuten heruntergeladen.

Weiter optimiert wurde der Übertragungsstandard zum sogenannten EDGE. Es schafft 220 kBit/s. Dadurch braucht man für den Download einer Fünf-Megabyte-Datei nur noch knapp über drei Minuten. Damit lassen sich einfache Informationen und auf wenig Datenverkehr ausgelegte Webseiten gut übertragen. Bei Anwendungen mit größerem Datenaufkommen oder für die Anzeige grafisch aufwendiger Webseiten sind die Übertragungszeiten jedoch recht lang.

Einen Sprung in der Übertragungsgeschwindigkeit gab es mit dem heute aktuellen Standard UMTS. Dieser ermöglicht bereits in der Basisversion einen deutlich höheren Datendurchsatz, benötigt allerdings auch Geräte, die mit Netzen in diesem Standard kompatibel sind. Mit standardmäßig 384 kBit/s benötigt der Nutzer für einen Fünf-MB-Download nur noch eine Minute und 50 Sekunden. Die eigentliche Neuerung gab es bei UMTS aber durch die Zusammenfassung (Bündelung) von mehreren Kanälen.

Der Übertragungsstandard HSPA schafft aktuell 7,2 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Damit liegt er im Bereich eines DSL-Anschlusses, wie er kabelgebunden in vielen Haushalten genutzt wird. Der Download von fünf Megabyte ist mit einer solchen Verbindung in sechs Sekunden erledigt. Die bestehenden Netze werden gerade für eine Verdopplung der Übertragungsleistung auf 14,4 MBit/s umgerüstet.
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