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Wettbewerbsvorteile mit der WolkePremiere für südwestdeutschen Software Cluster

Hannover/Saarbrücken. Auf der Computermesse Cebit dreht sich vieles um die Wolke - englisch Cloud. Sinn der Cloud-Idee kann für Privatleute sein, dass Urlaubsbilder, Lieblingssongs oder wichtige Dokumente nicht mehr zu Hause auf dem Rechner, sondern in einem externen Netzwerk liegen. Bildlich ausgedrückt, in einer Wolke, die man jederzeit anzapfen kann - etwa mit einem Smartphone (Veröffentlicht am 09.03.2012)

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. Hannover/Saarbrücken. Auf der Computermesse Cebit dreht sich vieles um die Wolke - englisch Cloud. Sinn der Cloud-Idee kann für Privatleute sein, dass Urlaubsbilder, Lieblingssongs oder wichtige Dokumente nicht mehr zu Hause auf dem Rechner, sondern in einem externen Netzwerk liegen. Bildlich ausgedrückt, in einer Wolke, die man jederzeit anzapfen kann - etwa mit einem Smartphone. Gespeichert sind die Cloud-Daten in riesigen Rechenzentren. Die Nutzung der Cloud ist aber nicht kostenlos.

"Doch die Vorteile überwiegen - vor allem im geschäftlichen Bereich", ist Ferri Abolhassan überzeugt. Der Saarländer ist Mitglied der Geschäftsführung von T-Systems, der IT-Tochter der Telekom, und dort für den Unternehmensbereich Produktion zuständig. Vor allem bei international tätigen Unternehmen lohne sich Cloud-Computing. Jeder Mitarbeiter - egal ob in Kanada oder Ägypten - könne jederzeit auf den neusten Datenbestand zurückgreifen, wenn rund um den Globus an einem Projekt gearbeitet werde. "Die Telekom hat bereits vor sieben Jahren das Thema Cloud verfolgt", erinnert sich Abolhassan. "Damals wurden wir belächelt, heute fahren wir die Ernte ein", sagt der T-Systems-Manager. Um diese Tradition zu demonstrieren, nennt die Telekom ihre neueste Entwicklung auch Cloud.7. Es gab also schon sechs Vorgänger-Versionen.

In der Cloud sind Vertrauen, Sicherheit und Datenschutz unerlässlich. "Managing Trust" ist hier das Schlagwort. "Die hohen Anforderungen des Datenschutzes, die wir in Deutschland haben, werden immer mehr zu einem Wettbewerbsvorteil", sagt Gino Brunetti, Manager des südwestdeutschen Software-Clusters, das die Region von Saarbrücken bis Karlsruhe umfasst. Viele Firmen bestünden darauf, dass sich das Rechenzentrum, in dem ihre Daten ausgelagert sind, in Deutschland befindet. Dieses Cloud-Argument griff auch Telekom-Chef René Obermann auf: "Die Kundendaten fließen über abgeschottete Leitungen. Die Daten verlassen nie die Telekom-Infrastruktur." Dieter Kempf, Präsident des Branchenverbandes Bitkom, betonte, dass Sicherheit und Datenschutz Qualitätsmerkmale von "Made in Germany" werden sollen. "Wenn wir es gut machen, können wir daraus auch einen Standortvorteil generieren."

Wer nicht nur eine deutsche, sondern sogar eine saarländische Cloud für seine Daten und Anwendungen bevorzugt, "der ist bei uns richtig", sagt Hendrik Becker. Er ist Geschäftsführer des Saarbrücker Unternehmens Internett, das am saarländischen Gemeinschaftsstand ausstellt. "Wir verfügen über zwei Rechenzentren - eines in Saarbrücken und eines in Merzig." Auf der Cebit stellte er "ein klares Preismodell vor". Die zentralen Dienste kosten jeweils einen Euro pro Tag. "Damit kann jeder ausrechnen, wie viel er für seine Cloud-Dienste ausgeben muss", sagt Becker - "ohne versteckte Kosten". low

Foto: T-Systems

Hannover/Saarbrücken. Eine Premiere feiert auf der Computermesse Cebit der Software-Cluster, zu dem sich Universitäten, Forschungsinstitute und Firmen im Südwesten Deutschland - von Saarbrücken bis Karlsruhe und Darmstadt - zusammengetan haben. Erstmals präsentiert das Netzwerk, das vor zwei Jahren den ersten Platz im Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung gewann, auf der Cebit gemeinsame Forschungsergebnisse.

"Wir können inzwischen einige Exponate vorführen, die sehr vielversprechend sind", sagt Cluster-Manager Gino Brunetti. So zeigt Christina di Valentin den "Business Model Wizard". Wenn jemand ein Unternehmen gründen will, hilft ihm diese Software dabei, einen Plan für sein künftiges Geschäft zu entwickeln. Entwickelt wurde der "Zauberer" unter anderem am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken. Ein dreidimensionales Wartungssystem für Maschinen stellen das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung aus Darmstadt und das Intel Visual Computing Institute (VCI, Saar-Uni) vor. Der Monteur kann in seiner Datenbank Maschinen dreidimensional ansehen und sie virtuell in ihre Einzelteile zerlegen, um nach Fehlern zu suchen. Elf Projekte werden am Stand des Clusters gezeigt. Die Region präsentiert sich als "Silicon Valley Europas". Nirgendwo in Europa seien so viele Menschen in der IT-Forschung und -Anwendung beschäftigt wie zwischen Saarbrücken, Darmstadt und Karlsruhe. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 102 000 Männer und Frauen. Im Jahr 2020 sollen es bereits 130 000 sein. low

Hintergrund

IT-Unternehmen aus der Cluster-Region können sich seit Jahresbeginn auf der Webseite im Business-Portal (www. software-cluster.org/de/mein-cluster) registrieren und kostenfrei das Logo "Partner im Software Cluster" führen. Die Partner können Hilfe beim Technologietransfer oder beim Auffinden möglicher Geschäftspartner erhalten. low

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