Ihre eigene Situation schätzt Ilka Lauer als "nicht einfach" ein, doch versucht sie positiv in die Zukunft zu schauen: "Ich muss nicht mehr unbedingt in den Handel. Ich kann mir auch vorstellen, in anderen Bereichen zu arbeiten. Man muss flexibel sein." Dass diese Flexibilität heute auf dem Arbeitsmarkt gefordert wird, wurde der 51-Jährigen auf der Job-Börse vor Augen geführt. Dort informierten verschiedene Träger, Verbände und Unternehmen über Fortbildungsmöglichkeiten und Wege zurück in die Beschäftigung. Dabei müsse man sich auch offen für eine Neuorientierung zeigen: Martin Erbelding vom Deutschen Roten Kreuz Saarland warb damit, dass gerade in der sozialen Betreuung und Pflege händeringend nach Arbeitskräften gesucht werde. Ein Lehrgang zur Betreuungs- und Pflegeassistentin könnte der Einstieg sein, sagte Erbelding. Das Bäckerhaus Ecker in Homburg hatte gleich 20 offene Stellen als Bäckereifachverkäuferinnen im Angebot.
Positiv stimmte auch die Einschätzung von Ulrich Käser, Geschäftsführer der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit: "Der Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig, auch für diese Personengruppe." Insbesondere im Lager- und Logistikbereich, aber auch im Einzelhandel seien Stellen offen.
Erfolgreiche Vermittlungen
Erste erfolgreiche Vermittlungen habe es bei den Schlecker-Frauen bereits gegeben: "Die dm-Gruppe und auch Globus hat bereits ehemalige Mitarbeiterinnen übernommen", sagte Käser. Und auch bei den 82 ehemaligen Höll-Mitarbeitern, die derzeit durch die Transfergesellschaft PPG aufgefangen werden, geht es langsam bergauf. Rund 20 "Höllianer" haben nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) bereits eine neue Arbeit, unter anderem bei dem saarländischen Fleischwaren-Hersteller Schröder. Auch die Firma Schwamm hatte Interesse an den Höll-Mitarbeitern gezeigt, woraufhin sich 20 Bewerber meldeten. Der Gewerkschaft zufolge bekamen diese bisher aber keine Rückmeldung: "Jetzt müssen den Worten und den Vorstellungsgesprächen auch endlich Taten folgen", sagte Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG im Saarland.bla

































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