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Völklingen

Das City-Center wird eine Nummer kleiner

Geschäfte nur noch im Erdgeschoss – oben wird geparkt – Investor stellte neue Pläne vor


Autor: Von SZ-RedakteurPeter Wagner

Das Völklinger City-Center muss abspecken: nur noch ein Geschoss mit Verkauf. Mehr sei nicht drin, erklärte der Investor gestern den Verantwortlichen. Nun muss der Rat entscheiden, ob er die kleine Variante will. (Veröffentlicht am 17.05.2013)


So sollte bisher das City-Center aus Blickwinkel Rathausstraße aussehen: Das Gebäude umfasst in Hufeisenform auch das Vorfeld des Alten Rathauses, ragt rückwärts einen guten Teil in die Alte Schulstraße hinein. Die bisherige Einmündung der Alten Schulstraße in die Rathausstraße wird durch das neue Gebäude geschlossen. Visualisierung: Stadt Völklingen/GWBFoto:

Gestern Nachmittag bei der Infoveranstaltung in der Wehrdener Kulturhalle: Ein nachdenklicher Oberbürgermeister Klaus Lorig, ein aufgeräumt wirkender Investor Thorsten Vogt. Foto: Jenal

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Völklingen. Völklingen muss sich wohl oder übel von dem erträumten großen City-Center am Ort des ehemaligen Kaufhofes verabschieden. Es darf aber immerhin weiter von einem „City-Center light“, also einem kleineren Projekt träumen. Die Investitionssumme betrüge dann nicht mehr 30 Millionen Euro, sondern nur noch etwa 20 Millionen Euro. Investor Thorsten Vogt, Geschäftsführer der Main Asset GmbH aus Dreieich bei Frankfurt, war gestern in die Mittelstadt gereist, um seine abgespeckten Vorschläge zu erläutern. Die Informationsveranstaltung über den neuen Projektstand fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Kulturhalle in Wehrden statt. Geduldige Zuhörer waren die Verwaltungsspitze und die zuständigen Ausschüsse des Stadtrates. Wie zu erfahren war, hatten alle Fraktionen hohen Wissensbedarf, es wurden sehr viele Fragen gestellt.

Die Erörterung verlief aber wohl, bei aller Enttäuschung über ein entgangenes Großvorhaben, sachlich und nicht emotional. Was nicht ausschloss, dass aus so mancher Wortmeldung, die als Frage daher kam, auch Selbstmitleid herauszuhören war. „Wir beweinen gegenseitig, dass uns keiner so richtig mag“, brachte es ein Ausschussmitglied am Rande des Sitzung auf den Punkt.

Wie Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) unserer Zeitung im Anschluss an die etwa 90-minütige Anhörung sagte, sieht die veränderte Planung nur noch ein einziges Geschoss für die Läden vor, und zwar entlang der Rathausstraße mit einer Gesamtfläche von 6000 Quadratmetern. Ursprünglich sollten auf zwei Etagen etwa 9500 Quadratmeter mit Geschäften belegt werden. Wobei der Schwerpunkt („Ankermieter“) weiterhin klar auf Textil liege. Hier könne es schnell zu Vertragsabschlüssen mit künftigen Mietern kommen. Am Markt nicht durchsetzbar seien dagegen alle ursprünglichen Pläne mit Branchen im Obergeschoss. Das Obergeschoss solle nun dem Parken dienen. Anders als in der „großen“ Studie vorgesehen, soll das neue Center eine L-Form erhalten, ähnlich wie der ehemalige Kaufhof. Im Querriegel, der sich über die Rathaus- und Schulstraße spannt, könnten Gastronomie und Büros untergebracht werden. Lorig hat im Sinn, hier Teile der Verwaltung unterzubringen, falls das Rathaus nicht mehr zu verträglichen Kosten saniert werden kann. Über solch eine Belegung dürfte in der Kommunalpolitik aber noch gestritten werden.

Zunächst aber muss der Völklinger Stadtrat am 6. Juni entscheiden, ob er mit den veränderten Plänen des Investors einverstanden ist, ob er also das kleinere Projekt betreiben möchte oder nicht. „Herr Vogt will in jedem Fall bauen und wird auch bauen, wenn er die Genehmigungen hat“, so Klaus Lorig zu der Ernsthaftigkeit des Investors, der in Begleitung seines Architekten Matthias Kraemer und seines Projektsteuerers Volkhard Kruch gekommen war. Kruch hatte bereits in Diensten der Immobiliengesellschaft GWB gestanden, die das Ursprungsprojekt erarbeitet hatte, dann aber Insolvenzantrag stellte. Die Main Asset GmbH übernahm von GWB das Projekt. Der Oberbürgermeister sagte, dass das neue City Center in 18 bis 24 Monaten zu bauen sei. Fertigstellung könne bereits „Ende 2015“ sein, wenn in sechs bis acht Monaten begonnen werden könne. Dass auf der Internetseite der Main Asset bis vorgestern noch von „2014“ die Rede war, bezeichnete Lorig als „Versehen“. Die Angabe wurde kurzfristig gelöscht.

< Weiterer Bericht folgt.

Zum Thema:

RückschauSeit dem Jahr 2009 steht der Ex-Kaufhof leer. Nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen kaufte die Stadt das Gebäude 2006 von der Eigentümer-Familie Ostrolenk. 2008 wurde der Querbau abgerissen. Die norddeutsche Immobiliengesellschaft GWB übernahm das Projekt und warb seit 2009 auch mit einem Riesentransparent am Ex-Kaufhof um Mieter. Die dortige Telefonnummer stimmt heute nicht mehr. Die Bauarbeiten sollten im April vergangenen Jahres starten, doch dann meldete die GWB Insolvenz an. Die Main Asset GmbH übernahm als Vertreter des internationalen Finanzierungsfonds Patron Dieter II die weitere Entwicklung. Laut Oberbürgermeister Klaus Lorig hatte der Fond im vergangenen Jahr in Völklingen bereits über sechs Millionen Euro (vor allem in den Grundstücksankauf) investiert. er

Zum Thema:

HintergrundNach bisheriger Planung sollte das City-Center bei einer Investitionsumme von rund 35 Millionen Euro eine Bruttofläche von knapp 40 000 Quadratmetern aufweisen. Dabei waren im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss rund 40 Geschäfte sowie Gastronomiebetriebe vorgesehen. In die Obergeschosse sollten Parkebenen kommen. Über 50 Prozent der Geschäftsfläche waren nach Angaben von GWB-Chef Norbert Herrmann, des früheren Projektentwicklers, Mitte 2012 bereits vermietet. er

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