1,4 Millionen Euro soll das Ganze kosten. Nach Förderung von Bund, Land und Stadt blieben bei der Gemeinde noch 260 000 Euro hängen. Diese könnten aus dem Gemeindevermögen, Rückzahlungen im Zuge der Zusammenlegung der Gemeinden und dem Verkauf eines Grundstücks am Dünkelacker und des Gemeindehauses an die Stadt finanziert werden.
Und an diesem Punkt kippte die bisher sachliche Stimmung. Plötzlich stand die nicht belegte Behauptung im Raum, die Baukosten eines katholischen Kindergartens würden voll von der Stadt übernommen. Die SZ hat dazu Stadtsprecher Uwe Grieger befragt. Der gab an, die Sache noch recherchieren zu müssen, ließ aber vorab wissen: "Das kann ich mir nicht vorstellen."
Zurück zur Gemeindeversammlung: Da sahen einige Gemeindemitglieder den Staat in der Pflicht, der die vorgegebene Kindergartenquote erfüllen und deshalb selbst investieren müsse. "Droht doch einfach damit, den Kindergarten zu schließen", wurde mehrfach vorgeschlagen. Zumal noch nicht geklärt sei, was aus anderen Gebäuden im Gemeindebereich werden solle, und dort das Geld sicher auch gut zu gebrauchen sei. Andere wie auch Kindergarten-Leiterin Sandra Jungfleisch betonten, es sei wichtig, bereits im Kindergarten mit der Kirchenarbeit anzusetzen. Pfarrerin Inge Wiehle warb in der Versammlung dafür, dem BVA und seinen Ansätzen zu vertrauen. So könne die Wehrdener Kirche womöglich erhalten werden, wenn sie zur Urnenaufbewahrungsstätte und zum Zentrum für Senioren- und Trauerarbeit werde. In Fürstenhausen solle der Schwerpunkt bei der Familienarbeit liegen, und deshalb sei ein Kindergarten notwendig.
Der BVA-Beschluss zum Kindergartenbau bleibt bestehen, wie Wiehle am Dienstag auf SZ-Nachfrage mitteilte: "Das würde sich nur ändern, wenn eine Finanzierungssäule wegfällt." Bis zur nächsten Versammlung will der BVA Antworten zu Fragen der Gemeindemitglieder liefern, zum Beispiel Angaben zu den erwarteten Folgekosten machen.

































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