Sven Buschmann aus Völklingen hat bisher noch nichts von der Überlegung gehört, mit einem anderen Bundesland zu fusionieren. "Ich denke, es hat viele Vor-, aber auch Nachteile. Ein Nachteil wäre zum Beispiel, dass Entscheidungen vielleicht länger dauern können. Von Vorteil wäre, dass man die Schulden des Saarlandes mit dem anderen Land teilen kann", überlegt der 27-jährige Lkw-Fahrer.
Die Bürokauffrau Angelika Lorsen, die in Völklingen arbeitet, könnte sich eine Fusion mit der Pfalz vorstellen. "Wenn es im Endeffekt von Vorteil für das Saarland ist, hat es was für sich", so die 41-Jährige. "Ich denke, durch den Zusammenschluss wird der Verwaltungsapparat viel kleiner. Wir sind ein kleines Land, wir können gut mit einem anderen zusammen arbeiten."
Auch Herbert Morschett, der in ebenfalls Völklingen arbeitet, ist für die Idee. "Die Pfalz ist so groß und dort funktioniert die Politik gut." Daher sei er für einen Zusammenschluss mit Rheinland-Pfalz. "Außerdem ändert sich nicht wirklich viel für uns. Wir bleiben Saarländer, gehören nur einem anderen Land an."
Ganz anders denkt der Augenoptiker Daniel Karger darüber. "Ich bin dagegen. Das Saarland ist stolz darauf, ein eigenständiges Bundesland zu sein", sagt der 24-jährige Völklinger. Seiner Meinung nach bringe die Fusion auch nichts in Bezug auf die Verschuldung des Saarlandes. "So gesehen sind alle Bundesländer verschuldet und es wird immer mehr, denn es gibt viel in jedem Land zu machen. Daher bringt der Zusammenschluss nicht viel, denke ich."
Zwiespältig denkt Alois Ruschel über einen Zusammenschluss. Er wolle auf der einen Seite die Eigenständigkeit des Saarlandes als Bundesland bewahren, andererseits habe die Fusion auch Vorteile. "Wenn ich an die Schulden des Saarlandes denke, befürworte ich die Idee auf jeden Fall. Allerdings glaube ich, dass dadurch Arbeitsplätze, zum Beispiel in saarländischen Ministerien, wegfallen. Das finde ich natürlich nicht toll", so der 59-Jährige, den wir bei seinem Einkauf in Völklingen trafen. Seine Einstellung sei 70 Prozent gegen und 30 Prozent für eine Fusion. bub
Foto: Bekcer & Bredel
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"Wenn ich an die Schulden denke, befürworte ich die Idee auf jeden Fall."
Alois Ruschel
































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