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Gaffer waren ausdrücklich erwünscht

Von SZ-Mitarbeiter Gerhard Tröster

Freisen. Wie oft kann man im Ernstfall erleben, dass die Einsatzkräfte die Leute auffordern müssen: "Bitte weitergehen, nicht stehen bleiben, sie behindern unsere Arbeit." In Freisen haben sich die Retter und Helfer am Samstag nicht geärgert, dass ihnen zugesehen wurde, sogenannte Gaffer waren ausdrücklich erwünscht (Veröffentlicht am 30.04.2012)

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Foto:

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Ein DRK-Helfer versorgt die "Verletzte".

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THWler im Einsatz.

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. Freisen. Wie oft kann man im Ernstfall erleben, dass die Einsatzkräfte die Leute auffordern müssen: "Bitte weitergehen, nicht stehen bleiben, sie behindern unsere Arbeit." In Freisen haben sich die Retter und Helfer am Samstag nicht geärgert, dass ihnen zugesehen wurde, sogenannte Gaffer waren ausdrücklich erwünscht. In der Erweiterten Realschule und auf dem Freigelände präsentierten verschiedene Hilfsorganisationen 665 Schülern und 45 Lehrern fünf Stunden lang, was sie zu leisten imstande sind. Darüber hinaus wollten sie deutlich machen, wie wichtig diese ehrenamtliche Arbeit ist - alles zur Sicherheit der Bevölkerung. Ein Helfer der Freisener Feuerwehr fasste es so zusammen: "Im Ernstfall, von dem wir uns immer wünschen, dass er nicht eintritt, muss alles Hand in Hand gehen, schnell, effektiv - und meistens ohne viele Worte."

Um 8.30 Uhr war der Start mit einer Brandschutzübung, an der Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz und der Rettungsdienst beteiligt waren. Angenommen wurde eine Verpuffung im Chemieraum der Schule und ein Übergreifen des Feuers auf einen angrenzenden Lagerraum. Nebelmaschinen hatten einen Teil des Gebäudes "verqualmt". Zehn Schüler und eine Lehrkraft waren von dem Unglück betroffen. Mit Interesse verfolgten die Mädchen und Jungen, wie diese Personen über eine Treppe und über die Leiter der Feuerwehr ins Freie gebracht wurden.

Neben der Schule präsentierte sich das Technische Hilfswerk nicht nur mit seinen verschiedenen Fahrzeugtypen. Die Helfer zeigten auch, was eine Betonkettensäge und ein Kernbohrgerät alles können und wie eine Ortungskamera eingesetzt wird. Ein besonderer Anziehungspunkt war das Wasserbecken der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Urexweiler. Die Mitglieder zeigten, wie in der Tiefe nach einer "vermissten Person" gesucht wird. Nach kurzer Zeit war die Rettungspuppe mit einer Korbtrage und zusammen mit dem Rüstwagenkran der Feuerwehr gerettet. Bei sommerlichen Temperaturen wollte auch Ursel Schwan, Vorsitzende des Schulfördervereins, mit dem kühlen Nass Bekanntschaft machen, sprang gut ausgerüstet mit einem großen Platsch ins Becken und übte sich im Schnuppertauchen. In der Halle hatten die sieben Jugendwehren der Gemeinde einen Infostand aufgebaut, an dem Schulungsvideos gezeigt wurden. Helfer verteilten die neue Notrufkarte, die jeder Jugendliche stets bei sich tragen sollte. Zwei Jungen aus Berglangenbach, die schon Mitglied der Ortswehr sind, erzählten begeistert davon. Danny Pfeifer: "Übungen mit Wasser gefallen mir immer am besten." Und Maximilian Störmer: "Es gibt viel Spiel und Spaß bei der Feuerwehr, wir üben aber auch den Ernstfall." Polizeikommissarin Claudia Theobald betreute einen Infostand. "Besonders die Kinder der fünften bis siebten Klassen interessierten sich für unsere Arbeit", berichtete sie.

Krönender Abschluss des Tages war die Vorführung einer Unfallrettung. Hinter der Schule war ein Renault mit vier Personen an einen Baum geknallt. Alles lief sehr realistisch ab: Der Rettungsdienst und die Feuerwehr wurden alarmiert. Helfer breiteten eine Unmenge Materialien auf der Straße aus. Der Einsatzleiter legte fest, welcher der "Verletzten" zuerst gerettet werden sollte. In wenigen Minuten waren die Heckklappe und die Türen an dem Fahrzeug aufgehebelt und ausgebaut, die Scheiben eingeschlagen und schließlich sogar das Dach des Autos abgehoben.

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