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Bildungspaket kommt gut an

Von SZ-Redakteurin Ulrike Stumm

Saarpfalz-Kreis. Kinder, deren Eltern nur wenig Geld haben, sollen dennoch mitmachen dürfen - beim Sport im Verein, beim Musik machen. Sie sollen mit auf Schulausflüge fahren und am Mittagessen in Schule, Hort oder Kita teilnehmen dürfen. Das ist der Grundgedanke, der hinter dem Bildungspaket steckt, das die Bundesregierung aufgelegt hat (Veröffentlicht am 02.05.2012)

. Saarpfalz-Kreis. Kinder, deren Eltern nur wenig Geld haben, sollen dennoch mitmachen dürfen - beim Sport im Verein, beim Musik machen. Sie sollen mit auf Schulausflüge fahren und am Mittagessen in Schule, Hort oder Kita teilnehmen dürfen.

Das ist der Grundgedanke, der hinter dem Bildungspaket steckt, das die Bundesregierung aufgelegt hat. 2,5 Millionen bedürftige Kinder und Jugendliche sollen durch dieses Recht auf Bildung und Mitmachen neue Zukunftschancen bekommen. 1,6 Milliarden Euro investiert der Bund dafür, heißt es vom Bundesministerium für Soziales und Arbeit. Start war Anfang 2011. Seit zwölf Monaten steige nun die Zahl derjenigen, die diese Leistungen annehmen, stetig, zog Arbeitsministerin Ursula von der Leyen Ende März Bilanz.

Im Saarpfalz-Kreis läuft es dabei besonders gut, sogar besser als im Bundesschnitt, teilte Kreis-Pressesprecher Udo Steigner mit. Blickt man auf den Bereich derjenigen, die Grundsicherung bekommen, also Hartz IV oder Soziahilfe, dann wurde - gerechnet zum Stichtag 1. März 2012 - für 1701 Kinder ein Antrag auf Leistungen aus dem Bildungspaket gestellt. Das entspreche einer Quote von 77 Prozent. Bezieht man alle Kinder aus Geringverdienerfamilien mit ein, die einen Anspruch haben, komme man auf einen Schnitt von 67 Prozent. Bundesweit haben die Eltern für etwa 56 Prozent der leistungsberechtigten Kinder und Jugendliche Anträge eingereicht. Insgesamt wurden so kreisweit 2551 Kinder und Jugendliche gefördert bei insgesamt 4753 Anträgen - pro Person können mehrere gestellt werden. "Wir haben deswegen gute Zahlen, weil wir relativ schnell reagiert haben", erläuterte Steigner. Die Beschlüsse seien rasch umgesetzt worden, und es seien auch alle, die Anspruch haben, angeschrieben worden. "Wir haben uns nicht darauf verlassen, dass die Leute informiert werden."

Am häufigsten genutzt wurde dabei der persönliche Schulbedarf, also Zuschüsse zu Lernmitteln, mit 1769 Anträgen, gefolgt vom Mittagessen in Kita, Schule oder Hort mit 1331 Anträgen. 570 Mal wurde für soziale Teilhabe, also beispielsweise Mitgliedsbeiträge für Vereine, generell Dinge, die mit Sport, Kultur zu tun haben, gezahlt, 554 Mal für Ausflüge und Klassenfahrten. Weitere Anträge gab's für Fahrkostenerstattung bei der Schülerbeförderung in Bus und Bahn (374) und bei der Lernförderung/Nachhilfe (155). 2011 seien so 460 000 Euro weitergegeben worden, die der Bund bezahlt, so Steigner weiter. Für 2012 rechnet der Kreis mit deutlich mehr Anträgen bei der Schülerbeförderung. Das liege daran, dass es im Land eine Gesetzesänderung gegeben habe: Bei Schülern, die Anspruch aufs Bildungspaket haben, zieht sich das Land aus dieser Förderung zurück. Sie müssen also ihre Anträge künftig über das Bildungspaket stellen.

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