Die Senioren tragen keine Hauptschuld
Zum Artikel "Streit um Fitness-Check für Autofahrer" (13. April) und zu anderen SZ-Texten
Fast 62 Prozent aller Verkehrsunfälle gehen auf das Konto von Senioren ab 65 Jahren. Die SZ verbreitet diese Quote auf der Titelseite, gestützt nur auf Aussagen eines Politikers. Wir haben es doch schon immer gewusst: Diese verwirrten und verkehrsuntüchtigen Senioren. Richtig ist aber, dass die Hamburger Zahl relativiert werden muss. Bei fast 65 000 Unfällen aller Altersklassen 2010 waren jedoch nur in rund 10 000 Fällen Senioren beteiligt; davon 61,6 Prozent sind etwa 6 200. Damit haben Senioren mit 9,5 Prozent einen vergleichsweise niedrigen Verursacheranteil am Gesamtunfallgeschehen. Der erste Eindruck von Halbwahrheiten muss vermieden werden. Hans Peter Giepen, Riegelsberg
Arbeitszeit
Grenzen gelten nicht nur für bezahlte Jobs
Zum Artikel "Brüsseler Bremse für das Ehrenamt?" (SZ vom 13. April) und zu anderen Texten
Es gibt schwer kontrollierbare Schnittstellen zwischen Ehrenamt und gewerblicher Tätigkeit. Man darf konkrete Belastungen - physische und psychische - aber nicht nach "bezahlt" oder "ehrenamtlich" unterscheiden. Wenn die Belastungsgrenze eines Menschen erreicht wird, treten Ausfallerscheinungen auf. Wenn überlastete Menschen hinter dem Steuer sitzen, kranke Menschen behandeln und pflegen oder Maschinen bedienen. Die Fahrtüchtigkeit eines ehrenamtlichen Helfers, der ein ganzes Wochenende im Einsatz war, ist am Montagmorgen nicht sichergestellt. Oder wenn ein Feuerwehrmann einen nächtlichen Einsatz hatte und ohne Pause seine Arbeit aufnehmen soll.
Maria El. Berner, Saarbrücken
































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