Der Weg auf die Straße bleibt übrig
Der Weg auf die Straße bleibt übrig
Zum Artikel "Schäuble bleibt beim Sparen eisern" (1. September) und zu anderen Texten
Keine Frage: Finanzminister Wolfgang Schäuble tut gut daran, den Konsolidierungskurs in der Haushaltspolitik fortzuführen. Schließlich können wir künftigen Generationen nicht immer mehr Schulden aufhalsen. Doch warum fallen knapp 40 Prozent der Einsparungen in den Sozialbereich, während die Banken eine lächerlich anmutende Abgabe von sechs Milliarden Euro auf sich nehmen müssen? Haben etwa am Existenzminimum lebende Bezieher von Arbeitslosen- oder Wohngeld Schuld an der Finanzkrise? Und nicht die Spekulanten? Bei dieser massiven Ungerechtigkeit bleibt uns Bürgern nichts anderes übrig, als gegen das Sparpaket auf die Straße zu gehen. Mathias Reichert, Saarbrücken
Missbrauch
Keine Rückzugschance im Kirchengewand
Zur Meinung "Kein Durchbruch für die Kirche" von Jörg Wingertszahn (1. September)
Herr Wingertszahn findet es vernünftig, dass die Meldepflicht an die Staatsanwaltschaft bei ausdrücklichem Opferwunsch ausgesetzt werden soll. Sexueller Missbrauch ist aber ein Offizialdelikt, der Staatsanwalt muss in jedem Fall bei Bekanntwerden solcher Delikte ermitteln und Anklage erheben. Die Öffentlichkeit hat ein Anrecht auf Aufklärung und auf Bestrafung des Täters. Ich fände es unerträglich, wenn mögliche Opfer, aufgrund einer denkbaren, kirchengesteuerten Einflussnahme, auf Anzeigen verzichten würden. Damit würde unter dem Deckmantel angeblichen Opferschutzes eine Rückzugsmöglichkeit für Straffällige im Kirchengewand bestehen.
Hans J. Gusenburger, Ensheim
Beitrag vom: 02.09.2010, 00:04
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