Mönchengladbach. Es ist Wahlkampf am Niederrhein. Vor einem Hotel am Stadtrand, wo die "Initiative Borussia" zur Diskussion lud, hatte sich eine andere Oppositionsgruppe, die "Mitgliederoffensive" aufgebaut. "Initiative? Nein Danke!" stand auf einem Transparent. Unter Scheibenwischern der Autos klemmten Handzettel
(Veröffentlicht am 05.05.2011)
Mönchengladbach. Es ist Wahlkampf am Niederrhein. Vor einem Hotel am Stadtrand, wo die "Initiative Borussia" zur Diskussion lud, hatte sich eine andere Oppositionsgruppe, die "Mitgliederoffensive" aufgebaut. "Initiative? Nein Danke!" stand auf einem Transparent. Unter Scheibenwischern der Autos klemmten Handzettel. Mit der Forderung nach mehr Einfluss der Fans und Argumenten gegen die Clubführung des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach - aber auch gegen die drinnen tagenden Herren. Gegen jene Partei also, die im Herbst gegründet wurde und sich mit Haut und Haaren einem Mann unterwirft: Stefan Effenberg, der als Sportdirektor und Geschäftsführer der neue starke Mann des Clubs werden soll.
Der Plan der "Initiative Borussia" sieht vor, bei der Jahreshauptversammlung am 29. Mai, eine zwei Drittelmehrheit für eine Satzungsänderung zu organisieren. Das würde die Einberufung eines außerordentlichen Mitgliedertreffens ermöglichen, auf dem die Vereinsführung abgewählt werden könnte, um den Weg für Effenberg zu ebnen. Und für Horst Köppel, Ex-Spieler und -Trainer der Borussia, der für das Präsidentenamt vorgesehen ist.
Nun hatte die Initiative also geladen, um ihr Konzept nach allerlei Medienwirbel mit inhaltlicher Substanz zu unterfüttern. Effenberg versuchte 50 Journalisten zu überzeugen. Konkrete Pläne blieben vage.