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Barcelona

Alles oder nichts Sieben Bayernspieler sind in Madrid mit Gelb vorbelastet

Zwei Niederlagen in Folge - das ist dem FC Barcelona zuletzt vor drei Jahren passiert. Der Meistertitel ist auch nicht mehr in Reichweite. Den Fans bleibt nur die Hoffnung auf den Sieg in der Champions League. Gleiches gilt für den FC Chelsea. (Veröffentlicht am 24.04.2012)

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Lionel Messi hat seit Mitte Februar 26 Treffer in 15 Partien erzielt. Seit zwei Spielen ist der Weltfußballer aber ohne Tor - und beide Spiele hat der FC Barcelona verloren. Foto: Almeida/dpa

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Barcelona. Barcelona. Der FC Barcelona erlebt derzeit die größte Krise in der Ära von Trainer Pep Guardiola. Wobei andere Spitzenclubs von einer derartigen "Krise" träumen. Doch zwei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge reichen beim zuletzt besten Fußballverein der Welt schon aus. Eine derartige Serie mussten die Katalanen letztmals im Mai 2009 hinnehmen. Damals waren es zwei belanglose Ligaspiele, da Barça bereits fast sicher als Meister feststand und seine Stars für das Champions-League-Finale schonte.

Heute stellt sich die Situation weitaus prekärer da: Mit der bitteren 1:2-Heimniederlage am Samstag gegen Real Madrid musste Guardiolas Elf den Traum von der vierten Meisterschaft in Folge endgültig begraben. Heute gilt es, im Halbfinal-Rückspiel der Champions League einen 0:1-Rückstand gegen den FC Chelsea aufzuholen, um die Titelverteidigung in der Königsklasse noch zu schaffen. "Der Erfolg der Saison hängt an dieser Partie", sagt Mittelfeldspieler Xavi: "Es wäre historisch, wenn wir erneut das Finale erreichen könnten."

Doch ausgerechnet jetzt leidet Weltfußballer Lionel Messi unter Ladehemmungen, die ihn äußerst selten befallen. In den beiden vergangenen Spielen konnte der Argentinier nicht treffen, nachdem er zuvor seit Mitte Februar eine Serie von 26 Treffern in 15 Partien aufwies. Erstmals seit Jahren klammern sich die Katalanen nun an Durchhalteparolen: "Die Liga mag verloren sein, aber wir haben noch ein Pokalfinale vor uns, konnten bereits drei Titel in dieser Saison feiern, und natürlich haben wir noch alle Möglichkeiten, die Champions League zu gewinnen", sagt Xavi. Dass der 32-Jährige dabei die drei vergleichsweise bedeutungslosen Titel des spanischen und europäischen Supercups sowie des Weltpokals in den Vordergrund stellt, ist typisch für die Situation beim FC Barcelona. Die noch ungeklärte Zukunftsplanung von Trainer Guardiola, dessen Vertrag ausläuft, verunsichert zusätzlich.

Chelsea freilich kommt mit großem Selbstbewusstsein ins Camp Nou: Unter Trainer Roberto di Matteo gab es in 14 Pflichtspielen nur eine Niederlage. Beim 0:0 am Samstag gegen den FC Arsenal konnte sich die Chelsea-Defensive 90 Minuten gegen Angriffe im Messi-Stil wehren: "Es war das perfekte Training, gegen Robin van Persie zu spielen. Viel härter kann es nicht werden", sagte Verteidiger Gary Cahill. Für Chelsea bietet das Erreichen des Endspiels von München am 19. Mai die letzte Chance, eine verkorkste Saison zu retten: Der Sechste der Premier League ist nach aktuellem Stand kommendes Jahr international nicht vertreten. dapd

München. Bayern München will trotz des 2:1-Vorsprungs aus dem Hinspiel im Halbfinal-Rückspiel der Champions League am morgigen Mittwoch (20.45 Uhr/live bei Sat. 1) bei Real Madrid auf Sieg spielen. "Auf Unentschieden spielen ist nicht unser Ding", sagte Nationalspieler Mario Gomez am Montag in München und zeigte sich optimistisch, als erste Mannschaft der Geschichte der Champions League ins Heimfinale einzuziehen: "Wenn wir eine Leistung abrufen wie im Hinspiel, werden wir das schaffen. Wir haben eine Mannschaft, die gewinnen kann."

Auch Kapitän Philipp Lahm erklärte das Endspiel am 19. Mai in der Münchner Arena als "das große Ziel. Jeder weiß, worum es geht. Wenn man jetzt nicht heiß ist, dann weiß ich auch nicht weiter."

Lahm hofft in Anbetracht der sieben mit Gelb vorbelasteten Bayern-Spieler - unter anderem der gesamten Abwehrreihe - auf die Gnade des ungarischen Schiedsrichters Viktor Kassai. "Ich hoffe, dass er weiß, wer vorbelastet ist. Und dass man schon ein grobes Foul begehen muss, um eine Gelbe Karte zu kriegen." Mario Gomez ist sich sicher, dass "im Zweifel trotzdem jeder hingehen wird. Die Gelben Karten dürfen keine Rolle spielen".

Der Kabinenkrach zwischen den beiden Offensivkräften Arjen Robben und Franck Ribéry spielt unterdessen keine Rolle mehr. "Wir haben das intern geklärt. Die Sache ist gegessen", sagte Lahm. dapd

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