Elversberg. Nach dem Saarlandpokal-Finale zwischen dem FC Homburg und Borussia Neunkirchen (2:1) ist es am Mittwochabend im Stadion in Elversberg zu schweren Ausschreitungen gekommen. Etwa 15 Neunkircher Hooligans, offensichtlich von Saarbrücker "Kollegen" unterstützt, hatten ein Tor zum Spielfeld geöffnet oder waren über den Zaun geklettert
(Veröffentlicht am 22.05.2008)
Elversberg. Nach dem Saarlandpokal-Finale zwischen dem FC Homburg und Borussia Neunkirchen (2:1) ist es am Mittwochabend im Stadion in Elversberg zu schweren Ausschreitungen gekommen. Etwa 15 Neunkircher Hooligans, offensichtlich von Saarbrücker "Kollegen" unterstützt, hatten ein Tor zum Spielfeld geöffnet oder waren über den Zaun geklettert. Daraufhin stürmten etwa 50 Homburger über den Platz und lieferten sich Schlägereien mit den Neunkirchern. Die Polizei, die nach eigenen Angaben vor dem Stadion den Abmarsch der Fans überwachen wollte, musste eingreifen. Es dauerte aber, bis sie auf dem Spielfeld war und die Schläger trennte. Bilanz der Ausschreitungen: Sieben Personen wurden durch Reizgas verletzt, vier mussten behandelt werden. Vier wurden durch Hundebisse verletzt.
"Polizisten wurden nicht verletzt. Es wurde niemand festgenommen", sagt Polizeihauptkonmissar und Einsatzleiter Werner Sick. Er erklärt: "Beide Fanlager sind verfeindet, insgesamt waren mehr als 200 Polizisten und Ordner im Einsatz." Die Ordner hatten die Randalierer, die Sicherheitsschlösser an den Toren zum Spielfeld zerstörten und so in den Innenraum kamen, nicht aufhalten können. Ein Ordner musste ins Krankenhaus. Er hatte sich die Hand aufgerissen, als er versuchte, sich gegen das Öffnen eines Tores zu stemmen.
Unterdessen bleibt die Zukunft des Projekts "Innwurf", in dessen Rahmen beim 1. FC Saarbrücken mit Problemfans gearbeitet wird (wir berichteten), ungewiss.