Ja, ein Fleißkärtchen haben sie sich verdient, die Unterhändler von Christ- und Sozialdemokraten. Knapp neun Stunden saßen allein in dieser Woche die potenziellen Großkoalitionäre zusammen, um an den Leitlinien für ein schwarz-rotes Bündnis zu basteln
(Veröffentlicht am 14.04.2012)
. Ja, ein Fleißkärtchen haben sie sich verdient, die Unterhändler von Christ- und Sozialdemokraten. Knapp neun Stunden saßen allein in dieser Woche die potenziellen Großkoalitionäre zusammen, um an den Leitlinien für ein schwarz-rotes Bündnis zu basteln. Beide Seiten sind akribisch bemüht, dass von den Gesprächen sowohl der Verhandlungsdelegationen als auch der Arbeitsgruppen partout nichts Unkontrolliertes nach Außen dringt. Schließlich soll es weder an der Parteibasis noch in der Öffentlichkeit ein Aufmucken über politische Positionen geben, die noch gar nicht unter Dach und Fach sind. Bestenfalls in homöopathisch verträglichen Dosen werden nach den Koalitionsgesprächen den wartenden Journalisten Informationen verabreicht. Annegret Kramp-Karrenbauer und Heiko Maas wissen genau: Das dicke Ende kommt noch. Manch bittere politische Pille werden sie den Bürgern in den kommenden Wochen verordnen müssen.
Übrigens ganz schön clever, die Mitarbeiter der Landtagsverwaltung, die an der Pforte ihren Dienst tun. Sie haben sich die SZ-Seite vom 27. März an die Wand gepinnt, auf der alle 51 Abgeordneten des neuen Landtags abgebildet sind. So können sie sich ruckzuck die Gesichter der Parlaments-Frischlinge einprägen, die jetzt im Hohen Hause ein- und ausgehen.