Trier. Bei einer Schiffsprozession zur Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt haben Pilger gestern mit einem "Rock" aus Stahl auf das Schicksal von Arbeitslosen aufmerksam gemacht. Das sechs Meter hohe Stahlgebilde in Form des Heiligen Rocks wurde auf einem Schiff vom Trierer Hafen nach Trier gebracht. Rund 1000 Pilger auf vier Schiffen folgten im Konvoi
(Veröffentlicht am 19.04.2012)
. Trier. Bei einer Schiffsprozession zur Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt haben Pilger gestern mit einem "Rock" aus Stahl auf das Schicksal von Arbeitslosen aufmerksam gemacht. Das sechs Meter hohe Stahlgebilde in Form des Heiligen Rocks wurde auf einem Schiff vom Trierer Hafen nach Trier gebracht. Rund 1000 Pilger auf vier Schiffen folgten im Konvoi. "Wir wollen ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt setzen", sagte Triers Bischof Stephan Ackermann, der am Pilgertag der Aktion Arbeit dabei war. Der Arbeitslosen-Solidaritätsfonds des Bistums Trier setzt sich vor allem für Langzeitarbeitslose ein.
Nach der Landung in Trier wurde der gut drei Tonnen schwere Stahl-"Rock" vom Schiff auf einen Laster geladen und, von Pilgern begleitet, zur Konstantin-Basilika gebracht. Dort ist geplant, das Stahlgebilde bis zum Ende der Heilig-Rock-Wallfahrt am 13. Mai zu zeigen.
"Arbeit ist nicht nur zum Broterwerb wichtig, sondern auch für das Gefühl: 'Ich bin wichtig. Ich werde gebraucht'", sagte Bischof Ackermann während eines Gottesdienstes vor der Prozession im Trierer Hafen.
Die Wallfahrer in Trier könnten ein lebendiges Zeichen der Solidarität geben, indem sie gegen eine Spende ein Stück Edelstahl erwerben, das an den Rock angeschweißt werde, sagte Hans Casel, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit. Langzeitarbeitslose haben aus seiner Sicht kaum mehr eine Chance, wieder einen Arbeitsplatz zu finden. "Wir fordern die Lösung des Problems über einen dritten Arbeitsmarkt, in dem Arbeitsplätze für Betroffene öffentlich gefordert werden", sagte Casel. dpa