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Lokalausgabe Saarbrücken

Sie liefern nach Hause, pflanzen Blumen, machen sauber, hell und locken Kunden

Von SZ-Mitarbeiter Frank Bredel

Burbach. Die drei Buchstaben BID stehen in Burbach für das bereits zweimal auf Bundesebene ausgezeichnete "Bündnis für Investition und Dienstleistung". Dabei ist das BID ein Zwangszusammenschluss der Hauseigentümer in einem Geschäftsviertel, für den die Stadt Gebühren bei den Eigentümern eintreibt (Veröffentlicht am 30.04.2012)

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BID-Koordinator Michael Momber mit Floristin Jessica Borowski im "Blumenwerk". Foto: Becker&BredelFoto:

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. Burbach. Die drei Buchstaben BID stehen in Burbach für das bereits zweimal auf Bundesebene ausgezeichnete "Bündnis für Investition und Dienstleistung". Dabei ist das BID ein Zwangszusammenschluss der Hauseigentümer in einem Geschäftsviertel, für den die Stadt Gebühren bei den Eigentümern eintreibt. Zur Gründung eines BID gibt es ein Gesetz, das den Zusammenschluss zu einem BID möglich macht, wenn nicht mehr als ein Drittel der Betroffenen der Maßnahme widerspricht. Man hätte es also verhindern können, sagt BID-Koordinator Michael Momber - doch das wollte die Mehrheit der Burbacher Hauseigentümer gar nicht. Schließlich ist das Geld, das hier eingezogen wird, gut angelegt und wirkt sich langfristig auch auf die Immobilienwerte positiv aus.

Das BID beschäftigt drei Mitarbeiter, die mit einer eigenen Kehrmaschine regelmäßig für Sauberkeit sorgen, die Blumen pflanzen und versorgen, die Dreckecken beseitigen und in Burbach außerdem einen Bringdienst betreiben. Wer in Burbach einkauft, kann sich für wenig Geld die Einkäufe nach Hause bringen lassen oder seine Erledigungen gleich telefonisch abwickeln. Dabei kommt der Bringdienst in den ganzen Saarbrücker Westen und ist nicht nur auf Burbach beschränkt. Wer schnell was braucht oder nicht selbst ins Geschäft gehen kann, der bestellt per Telefon, lässt sich die Ware bringen und bezahlt beim Fahrer den Preis und die Bringgebühr von zwei Euro im Bezirk West und 3,50 Euro im übrigen Stadtgebiet. "Wir sind kurz davor, dass sich der Bringdienst trägt", sagt Momber. Das BID hat gerade Halbzeit. Gegründet wurde es für fünf Jahre, und die Burbacher Geschäftsleute merken durchaus, dass sich etwas tut in Burbach. "An den Markttagen kommen zusätzliche Kunden in meinen Laden", sagt Blumenhändlerin Jessica Borowski aus der Bergstraße - mit Blick auf die Themenmärkte. Und das BID will dafür sorgen, dass es künftig samstags auch wieder einen Wochenmarkt gibt. Damit die Markt-Händler mitziehen, will das BID eine Zeit lang die Standgebühr für sie bezahlen.

BID und Gewerbeverein wollen Burbach nach vorn bringen. 14 Geschäfte stehen derzeit leer. Deren Schaufenster sollen wenigstens dekoriert werden. Und ein Existenzgründerwettbewerb soll neue Mieter locken. Dazu nutzt das BID Erfahrungen aus anderen deutschen Städten, wo Sponsoren den jungen Geschäftsleuten Starthilfe gegeben haben. "Wichtig ist die Beseitigung des Leerstandes im Interesse aller", sagt Momber. Abends soll ein neues Lichtkonzept den Ort verschönern, wobei Momber keine "unmöglichen" Ideen hat. "Wir wollen mit einzelnen neuen Lampen die Fassaden bestrahlen und die Lichter in den Schaufenstern angeschaltet lassen. So wird der Ort heller und das Risiko von Ladeneinbrüchen gesenkt, denn davon gab es mehrere", weiß der BID-Koordinator zu berichten. Marktbelebung, Lichtkonzept, Existenzgründerwettbewerb und Kampf gegen die Leerstände sind die Schlagworte Mombers für die kommenden zweieinhalb Jahre. Noch in diesem Jahr soll eine große Eigentümerversammlung allen Gebührenzahlern darlegen, was mit den BID-Gebühren schon passiert ist und noch passieren wird. "Wir haben den Abwärtstrend schon gestoppt", ist sich Momber sicher.

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