Um den Kindern an der Aschbachschule zu demonstrieren, dass diese Annahme falsch und dazu noch lebensgefährlich ist, brachten Bernd Luxenburger und Frank Petry einen Lkw auf den Schulhof. Sie ließen die Kinder auf dem Fahrersitz Platz nehmen und im rechten Rückspiegel nach ihren Kameraden schauen.
Ergebnis: Selbst wenn rechts vom Lkw die ganze Klasse samt Lehrerin versammelt war - im toten Winkel waren sie nicht zu sehen. Und die kleinen Leute auf dem Fahrersitz riefen erstaunt: "Hilfe, wo ist denn meine Klasse?"
Die Aktion sollte den Kindern klarmachen, dass sie stets darauf achten müssen, nicht in den toten Winkel eines Lkw-Rückspiegels zu geraten. Daher hieß die Aktion auch "Raus aus dem toten Winkel".
Die Initiatoren - Frank Petry und der Schulelternsprecher Bernd Luxenburger - sind Mitglieder des Round Table. Das ist eine Vereinigung von jungen Männern im Alter von 18 bis 40 Jahren, die glauben, "dass der Einzelne auch Pflichten gegenüber der Gemeinschaft hat - das bedeutet, nicht nur leere Worte zu machen, sondern selbst anzupacken".
Die Leiterin der Aschbachschule Stefanie Stöcker und ihr Team begrüßten das Engagement des Round Tables. Bevor der Lkw auf den Schulhof rollte, hatten die Lehrer ihre Schüler schon theoretisch auf das praktische Lernerlebnis auf dem Lkw-Fahrersitz vorbereitet. Aber was ein toter Winkel wirklich bedeutet, wurde den Kindern doch erst klar, als sie ihre ganze Klasse samt Lehrerin vergeblich im rechten Rückspiegel suchten. Erst da wurde ihnen bewusst, dass ein Lkw-Fahrer sie oft sehr schlecht oder vielleicht gar nicht sehen kann. Es wurde auch deutlich, warum man stets großen Abstand von nach rechts abbiegenden Fahrzeugen halten sollte - besonders als Radfahrer. Damit das Gelernte nicht in Vergessenheit gerät, schenkte der Round Table allen Schülern je einen Papp-Lkw, mit dem sie die Gefahrensituation nachspielen und auch ihren Eltern erklären können. Das teilte die Aschbachschule mit. red
































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