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Politiker sind närrisch auf den UmzugWer etwas über Burbach weiß, kann einen Preis gewinnen

Von SZ-Mitarbeiter Andreas Lang

Burbach. Rosenmontag und Aschermittwoch liegen zwar erst ein paar Wochen zurück. Doch für die Organisatoren des Burbacher Rosenmontagsumzugs, die Karnevalisten der Burbacher "Mir sin do" (MSD) um ihren Präsidenten Peter Lang, gilt: Nach dem Umzug ist vor dem Umzug. Derzeit erwarten sie die letzten Rechnungen (Veröffentlicht am 24.04.2012)

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Die Ex-Regierungschefs im Saarland, Reinhard Klimmt und Oskar Lafontaine, Büttenredner Fritz Vogel und der damalige Ministerpräsident Peter Müller (von links) verfolgten im Jahr 2000 den Burbacher Rosenmontagsumzug auf der Ehrentribüne. Fotos: Becker&Bredel

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Christoph Kerber, stellvertretender Zugmarschall, Dieter Link, Elferratspräsident und Peter Lang, Präsident der Karnevalsgesellschaft "Mir sin do", stoßen auf den nächsten Umzug an.

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. Burbach. Rosenmontag und Aschermittwoch liegen zwar erst ein paar Wochen zurück. Doch für die Organisatoren des Burbacher Rosenmontagsumzugs, die Karnevalisten der Burbacher "Mir sin do" (MSD) um ihren Präsidenten Peter Lang, gilt: Nach dem Umzug ist vor dem Umzug. Derzeit erwarten sie die letzten Rechnungen. Doch schon jetzt haben sie den kommenden Umzug im Kopf, denn der soll ein ganz besonderer werden. "Es wird der 44. Umzug sein, also feiern wir am Rosenmontag närrisches Jubiläum", blickt Lang voraus. Seit 1969 kümmert sich die MSD um den Rosenmontagsumzug. Der führte zuvor durch die Innenstadt, wurde dann aber eingestellt - bis sich die MSD nach drei Jahren Umzugspause für das Schaulaufen der Karnevalisten engagierte. Lang macht keinen Hehl daraus, dass es immer teurer werde, einen solchen Umzug zu veranstalten. Auf etwa 27 000 Euro belaufen sich die Kosten aktuell, 11 700 Euro steuert die Stadt bei, 6000 Sponsoren. Den Rest muss der Burbacher Verein beschaffen.

Lang und MSD-Geschäftsführer Josef Weiß: "Keine andere Saarbrücker Karnevalsgesellschaft organisiert so viele Veranstaltungen wie wir, und das hauptsächlich, um den Burbacher Rosenmontagsumzug zu finanzieren." Zuletzt hatten die neuesten Sicherheitsauflagen für eine kräftige Kostensteigerung gesorgt. Lang zählt auf: "800 Euro für eine Tribüne, 1500 Euro für die Berufsfeuerwehr, 1050 für zusätzliche Rettungskräfte und einen weiteren Notarzt." Dazu kämen dann noch viele Kleinigkeiten, die sich aber auch groß auf die Bilanz auswirken.

Im Wesentlichen gehören neben Lang und Weiß Zugmarschall Rainer Tuschong, Schatzmeister Heinz Jager, Dieter Link und Christoph Kerber zum Organisations-Team. Den Lohn für die Organisationsarbeit beschreibt Lang so: "Es ist immer wieder ein schönes Bild, wenn unsere Gruppe am Schluss des Zuges ankommt, wenn unsere über 100 Gardemädchen ein schönes Bild abgeben und dazu beitragen, dass wir die stärkste Mannschaft sind."

Wäre also alles prima, wenn da nicht die finanziellen Sorgen wären. "Der 44. könnte auch der letzte Umzug sein", sagt Dieter Link. Lang wirft dabei die Stirn in Falten und sagt: "Es zeichnen sich schon wieder weitere Kosten ab." Die Polizei fordere nach den abendlichen "Jagdszenen" am Rosenmontag am Burbacher Markt weitere Absperrmaßnahmen und wolle in der Spätschicht noch mehr Polizisten aufbieten. "Dabei hatte dieser Vorfall überhaupt nichts mit unserer Veranstaltung zu tun", meint Lang. Weiteres Geld für den Umzug aufzutreiben sei dagegen schwer. Einmal habe die MSD versucht, den Zuschauern des Umzuges eine Art Eintrittsplakette zu verkaufen. Obwohl die nur 50 Cent gekostet habe, musste die Aktion schon bald abgebrochen werden. Die Gardemädchen, welche die Plaketten verkaufen sollten, seien massiv angegangen worden, berichtet Lang.

Damit auch mittelfristig die Narren am Rosenmontag in Burbach für gute Laune sorgen, müssen also neue Sponsoren her. Lang sagt: "Die Stadt hilft uns dabei, Sponsoren zu finden, aus unserem Ehrenratskreis kommt auch immer Hilfe."

Eine Alternative für den Burbacher Rosenmontagsumzug sieht er in Saarbrücken nicht. "Wo in der Innenstadt sollte das denn sein? In der Bahnhofstraße ist das unmöglich, und die Saarbahn kann man dafür auch nicht anhalten." Burbach. Zum wiederholten Mal präsentiert die Saarbrücker Zeitung die Reihe "Ich lebe gern in…". In den kommenden beiden Wochen werden wir über Interessantes aus Burbach berichten. Und dazu gehört wieder ein Gewinnspiel. Wenn Sie sich in Ihrer Heimatregion auskennen und natürlich ein wenig Glück haben, können Sie einen Saarland-Toaster gewinnen. Unsere Frage: Wann wurde die Burbacher Hütte gegründet? a) 1310 b) 1856.

Bis einschließlich Mittwoch, 25. April, können Sie, liebe Leserinnen und Leser, mitspielen. Rufen Sie unter der Telefonnummer (0 13 79) 3 71 13 81 an, nennen Sie Ihre Antwort und geben Sie Namen und Anschrift an. Aus den Anrufern mit der richtigen Lösung werden jeweils drei Gewinner gezogen. Die teilen wir kurz darauf mit. Ein Anruf aus dem Festnetz kostet 50 Cent. Mobilfunkpreise können davon abweichen. red

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